Lörrach erhöht Bibliotheksgebühren und führt "Bibliothek der Dinge" ein
Greta WagnerLörrach erhöht Bibliotheksgebühren und führt "Bibliothek der Dinge" ein
Lörrach passt erstmals seit fast einem Jahrzehnt seine Bibliotheksgebühren und -regeln an. Die Änderungen erfolgen im Zuge des Ausbau der Dienstleistungen, darunter die neue "Bibliothek der Dinge", während die Stadt gleichzeitig mit höheren Betriebskosten konfrontiert ist. Eine endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat noch in diesem Monat.
Die letzte Gebührenanpassung fand 2017 statt. Nun haben steigende Ausgaben und ein erweitertes Angebot eine Überprüfung notwendig gemacht. Zu den Neuerungen gehört die "Bibliothek der Dinge", die es Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, Werkzeuge, Haushaltsgegenstände und andere Nicht-Buch-Medien auszuleihen.
Bei den neuen Preisen steigt der Jahresbeitrag für Erwachsene von 20 auf 25 Euro. Ermäßigte Tarife für Studierende, Senioren und einkommensschwache Nutzer erhöhen sich von 10 auf 13 Euro. Familien- und Partnerkarten werden von 35 auf 45 Euro teurer. Auch die Einzelausleihgebühren für Bücher, Filme und andere Medien passen sich an.
Auch die Bibliotheksregeln werden modernisiert. Die Leihfristen werden präziser formuliert, und Nutzer können Medien künftig zweimal statt nur einmal verlängern. Zudem wurden die Formulierungen der Richtlinien an aktuelle Nutzungsgewohnheiten angepasst.
Der Stadtrat stimmt am 26. März 2026 über die Vorschläge ab. Bei einer Zustimmung treten die neuen Gebühren und Regeln am 15. April 2026 in Kraft.
Durch die Anpassungen rechnet die Stadt mit jährlichen Mehreinnahmen von 28.000 Euro. Diese Mittel sollen den Ausbau der Dienstleistungen – darunter die "Bibliothek der Dinge" – finanzieren und die gestiegenen Kosten decken. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats werden die Änderungen ab Mitte April in den Mitgliedschafts- und Ausleihgebühren sichtbar.






