24 December 2025, 10:19

Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende

Ein Collage-Bild mit Kindern, eines hält Spielzeug, im Hintergrund sind Einkaufswagen zu sehen und Text unten.

Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende - Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende

In Deutschland wird derzeit intensiv über weitreichende Rentendreformen diskutiert, um die wachsende Altersarmut einzudämmen. Die Linke hat Vorschläge vorgelegt, die insbesondere Alleinerziehende schützen sollen, da diese im Rentenalter einem höheren finanziellen Risiko ausgesetzt sind. Gleichzeitig prüfen Abgeordnete weitere Maßnahmen, darunter Steuererleichterungen für erwerbstätige Rentner:innen sowie ein inklusiveres Rentensystem.

In Thüringen wies die Linke auf die besonderen Herausforderungen von Alleinerziehenden hin, die häufig in Teilzeit oder prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Dies führt oft zu niedrigeren Rentenansprüchen und einem erhöhten Armutsrisiko im Alter. Katja Maurer, sozialpolitische Sprecherin der Partei, forderte einen Ausbau der Kinderbetreuung sowie eine faire Bezahlung für unbezahlte Pflegearbeit, um die Belastung dieser Familien zu verringern.

Maurer plädierte zudem für Renten, die Alleinerziehenden ein Leben ohne Armut garantieren. Unterdessen verlangte Bärbel Bas, ebenfalls von der Linken, ein einheitliches Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen – einschließlich Selbstständiger und Beamter – einzahlen müssten. Dies würde das derzeitige zersplitterte System ablösen. Darüber hinaus umfasst die deutsche Rentendebatte Pläne zur Stabilisierung des Rentenniveaus, Steuervergünstigungen für Rentner:innen, die weiterarbeiten, sowie eine Verlängerung des „Mütterrente“-Anspruchs. Eine 13-köpfige Kommission hat bis Mitte 2025 Zeit, langfristige Lösungen für die Sicherung des Rentensystems zu erarbeiten.

Ziel der diskutierten Reformen ist es, die finanzielle Unsicherheit besonders schutzbedürftiger Gruppen – vor allem von Alleinerziehenden – zu verringern. Sollten die Änderungen beschlossen werden, entstünde ein inklusiveres Rentensystem mit stärkerem Schutz vor Altersarmut. Die endgültigen Empfehlungen der Kommission werden für Mitte 2025 erwartet.