"Lange Nacht der Museen" begeistert Tausende – doch der Nahverkehr versagt
Claudia Seidel"Lange Nacht der Museen" begeistert Tausende – doch der Nahverkehr versagt
Die diesjährige „Lange Nacht der Museen“ in Halle und Leipzig lockte Tausende Besucher mit einem abwechslungsreichen Programm für alle Altersgruppen
Von historischen Schätzen bis hin zu moderner Kunst – die Veranstaltung bot ein breites Spektrum. Doch für viele endete der Heimweg mit langen Wartezeiten, weil es Probleme im Nahverkehr gab.
Die Museen beider Städte hatten bis spät in die Nacht geöffnet und präsentierten Sonderausstellungen sowie besondere Aktivitäten. In Halle strömten die Besucher unter anderem ins Händel-Haus, ins Kunstmuseum Moritzburg und ins Landesmuseum für Vorgeschichte. In Leipzig zählten das Grassimuseum für Angewandte Kunst, das Bach-Museum und das Museum der bildenden Künste zu den Highlights. Das Event-Ticket galt zudem als Fahrschein für Busse, Straßenbahnen und S-Bahnen bis in die frühen Morgenstunden.
Doch nach Mitternacht kam es am Leipziger Hauptbahnhof zu Engpässen: Die S3 nach Halle war ausgefallen, sodass nur noch die S5 verkehrte. Als diese in Richtung Halle-Trotha einfuhr, war sie bereits überfüllt. Dutzende Besucher konnten nicht mehr zusteigen, da die Züge ihre Kapazitätsgrenze erreicht hatten. Da die nächste S5 erst in über einer Stunde erwartet wurde, mussten viele Gäste lange warten.
Trotz der Verkehrsprobleme bewerteten die Veranstalter die „Lange Nacht der Museen“ als Erfolg. Tausende hatten bis in die späten Abendstunden die Museen beider Städte erkundet. Die nächste Auflage wird voraussichtlich ähnlich gut besucht sein – doch die Verkehrsplanung könnte dann überdacht werden müssen.






