12 March 2026, 08:05

Kunstpostkarten für den Iran: Spenden und Aufmerksamkeit durch kreative Solidarität

Ayatollah Ali Khamenei, der Oberste Führer von Iran, sitzt auf einem Stuhl und trägt ein schwarzes Gewand und einen weißen Turban. Vor ihm auf dem Tisch befinden sich Mikrofone, ein Glas und andere Gegenstände. Im Hintergrund ist eine blaue Fahne mit Text zu sehen, und auf der rechten Seite des Bildes weht eine Flagge.

Kunstpostkarten für den Iran: Spenden und Aufmerksamkeit durch kreative Solidarität

Postkarten für den Iran: Eine Kunstkampagne sammelt Spenden und macht auf die Lage im Land aufmerksam

Das neue Kunstprojekt Postkarten für den Iran sammelt Gelder und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Menschen im Iran. Der in Berlin ansässige Fotograf Lenny Rothenberg initiierte die Aktion und brachte 22 Künstler:innen zusammen, die mit dem Verkauf von Postkarten die Sache unterstützen. Die Kampagne stößt bereits auf großes Interesse – in nur wenigen Tagen wurden über 100 Sets verkauft.

Rothenberg suchte nach einer Möglichkeit, Iraner:innen über reine finanzielle Hilfe hinaus zu unterstützen. Für ihn sind das Teilen von Geschichten und die Steigerung der Sichtbarkeit genauso wichtig. Zu den Beteiligten gehört die Fotografin Chiara Baluch, die selbst kleine kreative Initiativen als mächtige Werkzeuge für Veränderung betrachtet.

Die eingenommenen Mittel fließen an die iranische Sektion von Amnesty International, die sie bedarfsgerecht verteilt. Während große Hilfsorganisationen wie das Welternährungsprogramm (WFP) und das International Rescue Committee (IRC) sich auf übergeordnete Krisen konzentrieren, leistet die Iranische Rothalbmond-Gesellschaft vor Ort direkte Nothilfe für Zivilist:innen, die von Luftangriffen betroffen sind – darunter viele Frauen und Kinder. Das Team von Postkarten für den Iran hofft, die Verkäufe bald zu verdoppeln und so die Reichweite der Kampagne zu vergrößern.

Baluch, eine der beteiligten Künstlerinnen, äußerte sich stolz darüber, Teil der Initiative zu sein. Das Projekt verbindet Spendensammlung mit dem Erzählen von Geschichten und will durch Fotografie und persönliche Berichte den Menschen im Iran eine Stimme geben.

Die Kampagne hat schnell an Fahrt aufgenommen: Allein in den ersten Tagen wurden über 100 Postkarten-Sets verkauft. Die Organisator:innen planen, diese Zahl weiter zu steigern und die Mittel gezielt für die Unterstützung der Zivilbevölkerung im Iran einzusetzen. Indem Postkarten für den Iran Kunst mit Aktivismus verbindet, bietet die Aktion nicht nur finanzielle Hilfe, sondern schafft auch eine Plattform, um das globale Bewusstsein für die Situation im Land zu schärfen.

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