Krieg und Katastrophen: Mehr Menschen wollen der Feuerwehr beitreten
Greta WagnerKrieg und Katastrophen: Mehr Menschen wollen der Feuerwehr beitreten - Krieg und Katastrophen: Mehr Menschen wollen der Feuerwehr beitreten
Deutschlands Feuerwehrwesen stützt sich stark auf Ehrenamtliche
Fast jedes Dorf in Deutschland betreibt eine eigene Feuerwehrwache, um die strengen gesetzlichen Vorgaben zu Einsatzzeiten einzuhalten. Rund eine Million Menschen engagieren sich ehrenamtlich – unterstützt von 39.000 hauptberuflichen Kräften. Aktuelle Krisen, darunter Naturkatastrophen und der Krieg in der Ukraine, haben zu einem Anstieg neuer Freiwilliger geführt, die ihre Gemeinden unterstützen wollen.
Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) verzeichnet ein wachsendes Interesse am ehrenamtlichen Feuerwehrdienst, besonders unter jungen Erwachsenen. Diese positive Entwicklung hat die Mitgliederzahlen bundesweit steigen lassen. Doch der Verband warnt: Ohne die Ehrenamtlichen könnten die professionellen Einheiten nicht flächendeckend agieren – mit dem Risiko längerer Reaktionszeiten in Notfällen.
Um die Freiwilligen zu stärken, hat DFV-Präsident Karl-Heinz Banse mehrere Maßnahmen vorgeschlagen. Dazu gehören finanzielle Anreize, ein besserer rechtlicher Schutz während der Einsätze sowie flexible Arbeitszeitmodelle durch Kooperationen mit Arbeitgebern. Zudem fordert er Investitionen in moderne Ausstattung und Schulungen, um Sicherheit und Effizienz zu erhöhen. Der DFV setzt sich außerdem für eine größere gesellschaftliche Anerkennung ehrenamtlichen Engagements ein – etwa durch Aufwandsentschädigungen oder bevorzugten Zugang zu Wohnraum und Grundstücken. Ziel ist es, das Ehrenamt langfristig attraktiver zu machen, besonders für diejenigen, die Beruf, Familie und Einsatzdienst unter einen Hut bringen müssen.
Die Freiwilligen bleiben das Rückgrat der deutschen Feuerwehren und garantieren schnelle Hilfe – ob auf dem Land oder in der Stadt. Ohne ihr Engagement stünde das System vor enormen Herausforderungen, darunter mögliche Verzögerungen in Notfällen. Die vom DFV angestoßenen Reformen sollen die langfristige Unterstützung für all jene sichern, die tagtäglich für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sind.