09 May 2026, 08:08

Krach macht Wohnungsfrage zum SPD-Wahlkampfschlager gegen Wegner

Schwarzes Plakat an einer Wand mit fetter Schrift, die "Occupy Wall Street" und "Wir sind die 99%." lautet.

Krach macht Wohnungsfrage zum SPD-Wahlkampfschlager gegen Wegner

Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat die Wohnungsfrage zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Er setzt sich für strengere Mietpreisbremse ein und stellt sich damit direkt gegen seinen CDU-Herausforderer Kai Wegner. Krach kündigte zudem Pläne für ein stadtweites Mietregister an, das er als „großen Fortschritt für Mieterinnen und Mieter“ bezeichnete.

Wiederholt forderte Krach Maßnahmen gegen die steigenden Mieten und rief Wegner auf, Druck auf die eigene Parteiführung auszuüben. „Kai Wegner muss seiner Kanzlerin, seiner Parteichefin klarmachen: Die Mietendeckel kommen“, erklärte er entschlossen. Der SPD-Kandidat warnte zudem Vermieter, ihre Mietverträge zu überprüfen – ab Anfang 2027 würden Mietkontrolleure mit Stichproben beginnen, bei Verstößen drohten finanzielle Sanktionen.

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Die SPD setzt sich für eine Bundesklausel ein, die es Ländern ermöglichen soll, eigenständig Mietpreisbremse wieder einzuführen. Krach betonte die Verdienste seiner Partei bei der Schaffung der Berliner Mieterschutzbehörde und bezeichnete diese als wichtigen Erfolg. Das geplante Mietregister nannte er eine „bahnbrechende Entwicklung“ und einen „Game-Changer“ für Mieter, die mit explodierenden Kosten kämpfen.

Jenseits der sachpolitischen Debatten brachte Krach eine persönliche Herausforderung in den Wahlkampf ein: Er forderte Wegner zu einem Tennismatch auf und erklärte: „Ich bin überall dabei. Ich komme sogar dorthin, wo jenes legendäre Match gegen Günther Wünsch am 3. Januar stattfand.“ Die Bemerkung verpasste der politischen Rivalität eine spielerische, aber gezielte Spitze.

Krach hat die Wohnungsfrage zum Markenzeichen der SPD für diese Wahl gemacht. Seine Vorschläge umfassen ein Mietregister, schärfere Kontrollen und eine Bundesregelung für landesspezifische Mietpreisbremse. Die Partei bleibt fokussiert darauf, Berlins Wohnungsnot zu lindern und Mieter vor weiter steigenden Kosten zu schützen.

Quelle