02 December 2025, 14:03

Kopftuch-Urteil: Hessische Richterin scheitert mit Klage gegen Neutralitätsgebot

Ein Grabstein mit Inschrift.

Kopftuch im Prozess: Ablehnung der Richterernennung möglich - Kopftuch-Urteil: Hessische Richterin scheitert mit Klage gegen Neutralitätsgebot

Eine muslimische Frau in Hessen hat ihren Rechtsstreit um das Tragen eines Kopftuchs während ihrer Tätigkeit als Richterin oder Staatsanwältin verloren. Das Verwaltungsgericht Darmstadt urteilte, dass ihre Weigerung, das Kopftuch während Verhandlungen abzulegen, die Neutralitätspflicht des Staates untergraben könne. Die Entscheidung folgt auf ihre abgelehnte Bewerbung beim hessischen Justizministerium im vergangenen Jahr.

Die Klägerin, deren Name nicht bekannt gegeben wurde, hatte sich um eine richterliche Position beworben, wurde jedoch abgelehnt. Das Ministerium begründete die Absage damit, dass sie auf dem Tragen des Kopftuchs während der Verhandlungsführung bestehe. Die Frau argumentierte, das Ablegen verstoße gegen ihre religiösen Überzeugungen.

Das Urteil bestätigt, dass Richter:innen und Staatsanwält:innen in Hessen während Verhandlungen auf religiöse Symbole verzichten müssen. Der Fall der Klägerin verdeutlicht die Spannung zwischen persönlichem Glauben und staatlicher Neutralität. Vorerst bleibt die Regelung bestehen und betrifft damit auch künftige Bewerbungen in ähnlichen Fällen.