17 December 2025, 16:14

Klimawandel belastet Pumpwerke in Schleswig-Holstein mit Rekordenergieverbrauch

Eine friedliche Küstenlandschaft mit zwei Bäumen und einigen Pflanzen im Vordergrund und einer Reihe geparkter Autos im Hintergrund.

Klimawandel belastet Pumpwerke in Schleswig-Holstein mit Rekordenergieverbrauch

KM-I-6: Leistung von Pumpwerken – eine Fallstudie

Monitoringbericht 2023 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel

  1. April 2024, 15:49 Uhr

Schlagwörter: Wissenschaft, Industrie, Umweltforschung, Finanzen

Schleswig-Holstein steht vor wachsenden Herausforderungen bei der Bewirtschaftung seiner tief liegenden Küstenregionen, da sich der Klimawandel verschärft. Fast ein Viertel der Landesfläche liegt weniger als 2,5 Meter über dem Meeresspiegel und ist daher in hohem Maße auf Pumpwerke angewiesen, um trocken zu bleiben. In den letzten Jahren verzeichneten diese Anlagen einen Rekordenergieverbrauch, was Bedenken hinsichtlich der künftigen Entwässerungskapazität aufkommen lässt.

Das flache Gelände der Region macht künstliche Entwässerung für Landwirtschaft und Infrastruktur unverzichtbar. Pumpwerke, betrieben von Einrichtungen wie dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), entwässern rund 113.000 Hektar – darunter 50.000 Hektar Niederungen, die vom Eider-Treene-Wasserverband, der größten Entwässerungsbehörde des Landes, verwaltet werden.

Der Bedarf an Entwässerung steigt – und mit ihm der Energieaufwand, um sie aufrechtzuerhalten. Ohne Modernisierungen könnten die bestehenden Systeme künftig Schwierigkeiten haben, Ackerland und Siedlungen vor zunehmenden Überflutungen zu schützen. Die Behörden beobachten die Verbrauchstrends weiterhin genau, während sie sich auf eine zunehmend wasserreiche Zukunft vorbereiten.