Kindeswohlgefährdung in MV: Neue Gesetze gegen steigende Fallzahlen
Claudia SeidelMehr Fälle von Kindeswohlgefährdung in MV - Kindeswohlgefährdung in MV: Neue Gesetze gegen steigende Fallzahlen
Mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung in MV
Mehr Fälle von Kindeswohlgefährdung in MV
- Dezember 2025, 11:16 Uhr
In Mecklenburg-Vorpommern soll nach einem Anstieg der Fälle von Kindeswohlgefährdung ein neues Kinderschutzgesetz eingeführt werden. Im vergangenen Jahr prüften die Jugendämter des Landes über 5.500 Hinweise auf möglichen Missbrauch oder Vernachlässigung. Sozialministerin Stefanie Drese (Schwerin) hat nun strengere Maßnahmen vorgeschlagen, um gefährdete Kinder im gesamten Bundesland besser zu schützen.
2024 bestätigten die Behörden 1.718 Fälle von Kindeswohlgefährdung – ein Anstieg um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei 1.120 Kindern lag bereits eine akute Gefährdung vor, das heißt, sie hatten schwere körperliche, seelische oder emotionale Schäden erlitten. Weitere 598 Fälle wurden als latente Gefährdung eingestuft, bei denen zwar ein Risiko bestand, die Situation jedoch noch nicht kritisch war.
Das geplante Kinderschutzgesetz zielt darauf ab, die wachsenden Bedenken durch eine Stärkung der Frühintervention und der Unterstützungssysteme zu adressieren. Sollte es verabschiedet werden, wird es auf bestehenden Programmen aufbauen und gleichzeitig neue Maßnahmen einführen, um gefährdete Kinder besser zu schützen. Die Landesregierung erwartet, dass das Gesetz den Jugendämtern klarere Handlungsrahmen für die Bearbeitung künftiger Fälle bietet.