Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Sweatshirts auf Online-Plattformen
Claudia SeidelKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Sweatshirts auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen Online-Händler ausgesprochen, die Sweatshirts mit den Initialen des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein verkaufen. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die auf Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay angebotenen Kleidungsstücke als sowohl obszön als auch schädlich.
Bei den beanstandeten Sweatshirts sind die Buchstaben JEE aufgedruckt – die Initialen von Jeffrey Edward Epstein, der wegen systematischen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen verurteilt wurde. Mouv'Enfants betonte, Epstein dürfe niemals als Kultfigur dargestellt werden, erst recht nicht durch Merchandise-Artikel. Gründer Arnaud Gallais argumentierte, dass die Verfügbarkeit solcher Produkte ein grundlegendes Versagen digitaler Plattformen bei der Regulierung schädlicher Inhalte offenbare.
Mittlerweile haben eBay und Vinted zugesagt, die Sweatshirts von ihren Seiten zu entfernen. Vinted bekräftigte seine Null-Toleranz-Politik gegenüber Artikeln, die Missbrauch verherrlichen, und erklärte, beleidigendes Material sei strikt verboten. Andere große Plattformen wurden 2024 bisher nicht öffentlich mit ähnlichen Verkäufen in Verbindung gebracht.
Mouv'Enfants warnte, dass der Verkauf solcher Kleidungsstücke das Risiko berge, Epsteins Verbrechen zu verharmlosen. Die Organisation kritisierte die Plattformen zudem dafür, Profit aus der Ausbeutung seiner Opfer zu ermöglichen.
Die Sweatshirts wurden inzwischen von mindestens zwei der vier beteiligten Plattformen zur Löschung gemeldet. Mouv'Enfants setzt sich weiterhin für strengere Maßnahmen gegen Merchandise ein, das verurteilte Straftäter verherrlicht. Der Fall wirft erneut Fragen zur Verantwortung von Online-Marktplätzen auf.






