13 March 2026, 10:04

Kiel setzt Drohnen für nächtliche Fernwärme-Checks ein – was Anwohner jetzt wissen müssen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer großen Rohrleitung in einer Fabrik, aus der Rauch aufsteigt, mit einer Maschine links und anderen Gegenständen rechts, unter einem sichtbaren Fabrioddach.

Stadtwerke nutzen Drohnen, um Lecks im Heiznetz zu finden - Kiel setzt Drohnen für nächtliche Fernwärme-Checks ein – was Anwohner jetzt wissen müssen

Die städtischen Werke Kiels werden demnächst damit beginnen, ihr Fernwärmenetz mit Drohnen zu überprüfen. Die Inspektionen, die nächste Woche starten sollen, umfassen 364 Kilometer Leitungen und finden über mehrere Nächte statt. Anwohner in der Region könnten ein leises Summen wahrnehmen, wenn die Drohnen nachts über ihren Köpfen im Einsatz sind.

Die Überflüge dauern voraussichtlich vier bis fünf Nächte bis Ende März. Die Drohnen werden in einer Höhe von 90 bis 120 Metern fliegen und die Leitungen mit Wärmesensoren scannen. Diese Sensoren messen die Oberflächentemperaturen, um mögliche Wärmeverluste zu erkennen – durch Fenster können sie jedoch nicht blicken.

Jede Drohne ist mit einem Fallschirmsystem für den Notfall ausgestattet. Sollte eine Notlandung erforderlich sein, ertönt ein Alarm, um Personen am Boden zu warnen. Anders als in Hamburg, wo keine vergleichbaren Drohneninspektionen geplant sind, geht Kiel damit einen proaktiven Schritt bei der Überwachung seiner Wärmeinfrastruktur.

Ziel der Drohnenbefliegungen ist es, Schwachstellen im Kieler Fernwärmenetz präzise zu lokalisieren. Die gesammelten Daten sollen dem Versorger helfen, potenzielle Probleme zu erkennen und zu beheben, bevor sie sich verschärfen. Hamburg hat derzeit keine konkreten Pläne, ein ähnliches Verfahren für das eigene Netz einzuführen.

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