28 October 2025, 10:08

Kanada beäugt deutsche-norwegische U-Boote, um seine Präsenz im Atlantik und in der Arktis zu stärken

Ein Porträt mit mehreren Schiffen auf dem Wasser.

U-Boot-Projekt: Kanada ist der bevorzugte Partner Deutschlands - Kanada beäugt deutsche-norwegische U-Boote, um seine Präsenz im Atlantik und in der Arktis zu stärken

Kanada prüft Optionen zum Ersatz seiner veralteten U-Boot-Flotte. Unter den Anwärtern sind deutsch-norwegische U-Boote, die für Kanada angesichts der wachsenden strategischen Bedeutung im Atlantik und in der Arktis von Interesse sind. Die kanadische Regierung erarbeitet gemeinsam mit ihren Verbündeten ein gemeinsames Lagebild, um die Entwicklungen im Atlantik und in der Arktis zu überwachen. Im Fokus stehen dabei kritische Meerenge wie die GIUK-Lücke und die "Bären-Lücke". Dieser Schritt steht im Einklang mit dem NATO-Ziel, Russland daran zu hindern, den Schiffsverkehr zwischen den transatlantischen Partnern zu blockieren. Deutschland und Norwegen entwickeln – mit möglicher kanadischer Beteiligung – sechs moderne U-Boote der Klasse 212CD, die von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) gebaut werden sollen. Diese U-Boote verfügen über fortschrittliche Sensortechnik, eine größere Reichweite und eine reduzierte akustische Signatur. Die Auslieferung ist zwischen 2032 und 2037 geplant. Die Zusammenarbeit umfasst auch gemeinsame Ausbildung, Wartung und die Bereitstellung von Ersatzteilen, wobei in Bergen, Norwegen, ein spezielles Wartungswerft entstehen soll. Kanada, Deutschland, Norwegen und Dänemark haben eine Maritime Sicherheitspartnerschaft geschlossen, die Rüstungskooperationen und gemeinsame Manöver beinhaltet. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius setzte sich kürzlich während seines Besuchs in Ottawa für eine kanadische Beteiligung an dem Marineprojekt ein. Eine mögliche Beschaffung deutsch-norwegischer U-Boote durch Kanada unterstreicht das Engagement des Landes, seine Marinefähigkeiten auszubauen und die Bindungen zu den NATO-Partnern zu stärken. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden strategischen Bedeutung der Atlantik- und Arktisregion sowie der seit der Amtszeit der Trump-Administration angespannten Beziehungen zu den USA.