Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios
Emilia KönigHunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Halle, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren, das mit rechtsextremen Netzwerken in Verbindung gebracht wird. Die Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für extremistische Gruppen bezeichnen. Die Organisatoren warfen dem Studio vor, unter dem Deckmantel des Kampfsports Gewalt und Diskriminierung zu fördern.
Die Protestaktion fand am Samstag vor Halles Hauptbahnhof statt. Die meisten Teilnehmer, vor allem junge Menschen, skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und forderten die Schließung des Studios. Die Demonstration wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter organisiert – als Reaktion auf die mutmaßlichen Verbindungen der Gladiator Fight Academy zu rechtsextremen Kreisen.
Erst kürzlich hatten die Betreiber des Studios in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet. Bei der Veranstaltung waren auch Personen mit bekannten rechtsextremen Bezügen anwesend, darunter die AfD-Kandidaten Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß. Zum engeren Team des Studios gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt, einer Gruppe, die bereits in der Vergangenheit mit extremistischen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurde.
Die Einrichtung zieht zudem Personen wie Christopher Henze an, der angeblich in der rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig aktiv ist. Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer im Studio und Anhänger von Energie Cottbus, trainiert und kämpft dort. Behörden hatten das Studio bereits als offen gewalt- und diskriminierungstolerant eingestuft – was Bedenken hinsichtlich seiner Rolle bei der Radikalisierung schweißt.
Die Demonstration unterstreicht den wachsenden Widerstand gegen die Unterwanderung lokaler Sportgemeinschaften durch Rechtsextreme. Die Protestierenden kündigten an, die Aktivitäten des Studios und dessen Verbindungen zu extremistischen Netzwerken weiter zu beobachten. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die instrumentalisierung von Kampfsportstätten für politische Rekrutierungszwecke.






