21 November 2025, 14:06

Hessens Kommunen am Abgrund: 60 Milliarden Euro Schulden drohen die Selbstverwaltung zu zerstören

Eine Stadtansicht mit einer Straße voller Autos unten, flankiert von Gebäuden und Wolkenkratzern auf beiden Seiten, unter einem Himmel oben.

Rechnungshof: Kommunen müssen sparen - Fusionen als Lösung? - Hessens Kommunen am Abgrund: 60 Milliarden Euro Schulden drohen die Selbstverwaltung zu zerstören

Hessens Kommunen stehen vor massiven finanziellen Belastungen – Experten warnen, dass viele bis 2025 kaum noch in der Lage sein könnten, ihre Selbstständigkeit zu bewahren. Ein aktueller Bericht des Hessischen Rechnungshofs offenbart einen drastischen Anstieg der Verschuldung und wachsende Haushaltslücken, die Städte und Gemeinden zwingen, drastisch zu sparen oder über Fusionen nachzudenken.

Die Finanzkrise in Hessen hat sich rasant verschärft. Allein 2023 betrug das Defizit in den kommunalen Kernhaushalten 597 Millionen Euro. Bis 2024 hatte sich diese Lücke auf 2,6 Milliarden Euro ausgeweitet. Die Gesamtverschuldung der Kernhaushalte stieg im vergangenen Jahr auf 16,7 Milliarden Euro, während außerbilanzielle Verpflichtungen weitere 43,5 Milliarden Euro ausmachten – die Gesamtbelastung liegt damit bei knapp 60,2 Milliarden Euro.

Laut Bericht könnten freiwillige Gemeindefusionen bald unvermeidbar werden. Lokale Verantwortungsträger müssen nun entscheiden, welche Leistungen sie überhaupt noch aufrechterhalten können. Ohne grundlegende Reformen droht die finanzielle Schieflage vieler hessischer Städte und Gemeinden in den kommenden Jahren weiter zu eskalieren.