Henkel kämpft mit steigenden Kosten und schwacher Nachfrage nach Ukraine-Krieg
Greta WagnerHenkel kämpft mit steigenden Kosten und schwacher Nachfrage nach Ukraine-Krieg
Henkel kämpft mit steigenden Kosten, da Lieferanten und Logistikunternehmen höhere Ausgaben an das Unternehmen weitergeben. Der Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Ölpreise, die seit Anfang 2022 die Material-, Lieferketten- und Transportkosten in die Höhe getrieben haben.
Die Probleme des Konzerns begannen mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Februar 2022. Inflation, Lieferkettenstörungen und eine schwächere Konsumnachfrage führten zunächst zu einem Rückgang der Nachfrage nach Henkels Kerngeschäftsbereichen – den Klebstofftechnologien (Adhesive Technologies) und den Konsumgütermarken (Consumer Brands). 2023 erholte sich zwar der Bereich Klebstofftechnologien allmählich, während die Konsumgütersparte weiterhin unter Druck stand, insbesondere in Europa und den Schwellenmärkten.
Henkels Vorstandsvorsitzender warnte, dass weitere Verzögerungen bei Preisanpassungen die finanzielle Belastung verschärfen könnten. Das Unternehmen setzt nun darauf, die einzigartigen Vorteile seiner Produkte herauszustellen, um die höheren Kosten gegenüber den Kunden zu rechtfertigen. Marken wie Persil und Schwarzkopf verfügen über eine starke Kundenbindung, was helfen könnte, Widerstand gegen Preiserhöhungen abzufedern.
Mit rund 47.000 Mitarbeitern weltweit – davon weniger als 20 Prozent in Deutschland – bleibt Henkel ein wichtiger Akteur im Konsumgütersektor. 2021 erzielte der Konzern einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro, doch die aktuellen Herausforderungen bedrohen die Rentabilität. Die Führung hofft, dass sich die Krise bis Jahresende abschwächt.
Henkels finanzielle Perspektiven hängen davon ab, wie schnell sich die Kosten stabilisieren und ob die Verbraucher höhere Preise akzeptieren. Mit dem Fokus auf Produktdifferenzierung und Markentreue will das Unternehmen seine Marktposition in der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit verteidigen.






