23 December 2025, 20:10

Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention

Ein Flyer mit einem Unternehmenslogo und einem Bild einer Tasse.

Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat Pläne vorgelegt, sich für eine bundesweite Zuckersteuer in Deutschland einzusetzen. Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Initiative, um den Zuckerkonsum zu reduzieren und die öffentliche Gesundheit zu verbessern. Andere europäische Länder haben bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen – mit nachweislichem Erfolg.

Die Idee einer Zuckersteuer findet Unterstützung bei Gesundheitsexperten. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, befürwortet die Maßnahme. Sie argumentiert, dass eine solche Steuer sowohl Verbraucher als auch Hersteller dazu anregen würde, ihren Zuckerkonsum zu verringern.

Länder wie Großbritannien und Spanien erheben bereits eine Zuckerabgabe auf zuckerhaltige Getränke. Diese Regelungen haben zu einem Rückgang des Konsums geführt und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen generiert. Die Steuereinnahmen fließen in das Gesundheitssystem zurück, insbesondere in Präventionsprogramme. Buhlinger-Göpfarth besteht darauf, dass eine deutsche Zuckersteuer nach dem gleichen Prinzip funktionieren sollte. Das auf diese Weise eingenommene Geld solle direkt in Gesundheitsinitiativen investiert werden – und nicht in den allgemeinen Haushalt.

Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde dies einen bedeutenden Wandel in der deutschen Gesundheitspolitik markieren. Die eingenommenen Mittel würden Präventionsmaßnahmen fördern, ähnlich wie es in anderen europäischen Ländern bereits praktiziert wird. Bevor das Vorhaben jedoch Gesetz wird, steht noch eine intensive Debatte bevor.