Hamburg bricht Passagierrekord und setzt auf grüne Kreuzfahrt-Zukunft
Claudia SeidelHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bricht Passagierrekord und setzt auf grüne Kreuzfahrt-Zukunft
Hamburg festigt seine Position als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen: Im vergangenen Jahr fertigte die Stadt fast 1,4 Millionen Passagiere ab – rund 100.000 mehr als 2022. Zudem verzeichnete der Hafen 2023 insgesamt 295 Schiffsanläufe, bei denen 46 verschiedene Kreuzfahrtschiffe anlegten, darunter drei, die erstmals in Hamburg Station machten.
Das Wachstum des Hafens geht mit verstärkten Bemühungen um Umweltschutz einher. So nutzten 2023 bereits 162 Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit Landstrom, um ihre Motoren abzuschalten – ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bis 2024 sollen alle drei Kreuzfahrtterminals mit Landstromanschlüssen ausgestattet sein und damit die EU-Vorgaben ganze vier Jahre vor Frist erfüllen.
Auch die Aufenthaltsdauer der Passagiere in der Stadt nimmt zu: Fast 38 Prozent übernachten mittlerweile mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Reise – doppelt so viele wie noch 2016. Im Schnitt geben diese Besucher 133,59 Euro vor Ort aus, wobei über 70 Prozent in Restaurants essen, Sehenswürdigkeiten besuchen oder einkaufen gehen.
Für 2024 wird mit einem weiteren Rekord gerechnet: Erwartet werden 331 Schiffsanläufe, zusätzlich 47 Flusskreuzfahrtbesuche und acht Premieren von Schiffen, die erstmals Hamburg anlaufen. Parallel dazu fordert die Umweltorganisation NABU weiterhin strengere Emissionsgrenzen für die Branche und beobachtet die Entwicklungen seit ihrer Kampagne im Jahr 2011.
Hamburg bleibt damit nicht nur Deutschlands wichtigster Kreuzfahrthafen mit steigenden Passagierzahlen, sondern setzt auch beim Umweltschutz Maßstäbe. Die frühzeitige Einführung von Landstrom und die wachsenden Tourismusausgaben unterstreichen die zunehmende Bedeutung des Standorts. Für 2025 und 2026 sind bereits weitere Erstbesuche von Schiffen geplant, darunter Neuzugänge von acht großen Reedereien.






