30 April 2026, 16:24

Grüne Verteidigungsexpertin attackiert Merz wegen zögerlicher USA-Politik

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind.

Grüne Verteidigungsexpertin attackiert Merz wegen zögerlicher USA-Politik

Sara Nanni, Verteidigungsexpertin der Grünen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen Umgang mit den Beziehungen zu den USA scharf kritisiert. Sie wirft ihm vor, durch sein Zögern US-Präsident Donald Trump dazu veranlasst zu haben, mit dem Abzug amerikanischer Truppen aus Deutschland zu drohen. Nanni fordert nun eine entschlossenere Reaktion aus Berlin, um Trumps Unberechenbarkeit entgegenzuwirken.

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Laut Nanni hat die Regierung unter Merz versäumt, sich auf Trumps politische Unzuverlässigkeit nach dessen Amtsantritt im Januar 2025 vorzubereiten. Klare Vorgaben hätten ihrer Meinung nach die aktuelle Drohung eines Truppenabzugs verhindern können. Ihre Kritik richtet sich auch gegen die insgesamt fehlende kohärente Strategie der Bundesregierung in dieser Frage.

Zudem macht Nanni Merz persönlich Vorwürfe, seine Befugnisse nicht genutzt zu haben, um deutsche Interessen zu schützen. Der Kanzler müsse nun konsequent gegen Trumps Forderungen vorgehen, betont sie. Gleichzeitig hebt sie hervor, dass die USA genauso auf die NATO angewiesen seien wie das Bündnis auf Washington.

Nannis Forderungen kommen zu einer Zeit eskalierender Spannungen zwischen Berlin und dem Weißen Haus. Ihre Äußerungen spiegeln die Sorge wider, dass Deutschland mit der zunehmend instabilen transatlantischen Partnerschaft überfordert sein könnte. Der Streit setzt Merz unter Druck, auf Trumps jüngste Drohung mit einer klaren Haltung zu reagieren. Nannis Appell an eine strategische Neuausrichtung steht dabei für die größeren Bedenken hinsichtlich der deutschen Vorbereitung auf sich wandelnde US-Politik. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung könnte die künftige sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern prägen.

Quelle