23 November 2025, 12:07

Grüne in Schleswig-Holstein setzen auf Gerechtigkeit und kollektive Führung vor der Wahl

Eine Gruppe von Menschen mit zwei Personen, die Hände schütteln, im Hintergrund Fahnen an Stangen, ein Podium mit Mikrofon und eine Topfpflanze in der Nähe.

Touré Betont Teamwork anstatt Männlicher Rivalität - Grüne in Schleswig-Holstein setzen auf Gerechtigkeit und kollektive Führung vor der Wahl

Die Grünen in Schleswig-Holstein bereiten sich mit einem klaren Fokus auf soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz auf die Landtagswahl vor. Aminata Touré, Sozialministerin der Partei, hat eine deutliche Agenda vorgegeben: Jede politische Maßnahme müsse sowohl sozial gerecht als auch ökologisch nachhaltig sein. Die Partei setzt zudem auf ein kollektives Führungsmodell und bezeichnet sich selbst als ein 'krasses Team' – statt auf eine einzelne Galionsfigur zu setzen.

Touré positioniert die Grünen als starke Stimme in der Sozialpolitik und argumentiert, dass Wähler:innen für mehr Gerechtigkeit nicht länger auf die Mitte-links-Parteien angewiesen seien. 'In Schleswig-Holstein muss man nicht rot wählen, um soziale Gerechtigkeit zu bekommen', betonte sie. Ihre Kritik richtete sich auch gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen jüngste Aussage, Deutschland könne sich den Sozialstaat nicht mehr leisten, bezeichnete die Ministerin als 'anmaßend'.

Das Wahlprogramm der Grünen wird nun an zwei zentralen Fragen gemessen: Ist es sozial gerecht? Und ist es ökologisch tragfähig? Tourés Betonung eines 'kragen Teams' markiert einen Wandel von individueller Führung hin zu gemeinschaftlichem Handeln. Der Wahlkampf wird zeigen, ob diese Strategie bei den Wähler:innen in Schleswig-Holstein Anklang findet.