Gießen strahlt: 25.000 protestieren friedlich gegen AfD-Jugendorganisation
Emilia KönigStadt Gießen: Friedlicher Protest stärkt Demokratie - Gießen strahlt: 25.000 protestieren friedlich gegen AfD-Jugendorganisation
Zehntausende Menschen versammelten sich am Wochenende in Gießen, um gegen die Neugründung der Jugendorganisation der rechtsextremen AfD zu protestieren. Trotz Befürchtungen, es könnte zu Ausschreitungen kommen, blieben die Demonstrationen weitgehend friedlich – die Stadtverwaltung lobte das geordnete Verhalten der Teilnehmenden. Bürgermeister Frank-Tilo Becher bezeichnete die Veranstaltung als einen Moment, in dem Gießen "nicht brannte, sondern strahlte". Mehr als 25.000 Protestierende füllten die Straßen Gießens, um sich gegen die Wiederbelebung des AfD-Jugendverbands auszusprechen. Zwar hatten im Vorfeld Warnungen vor bürgerkriegsähnlichen Zuständen die Runde gemacht, doch die Stadt blieb während des Großteils der Kundgebungen ruhig. Die Proteste in Gießen endeten mit einer klaren Botschaft: Die Stadt hatte gezeigt, dass großflächige, gesetzmäßige Demonstrationen möglich sind. Die Verantwortlichen betonten den überwiegenden friedlichen Charakter der Veranstaltung und unterstrichen damit Gießens Ruf als Ort demokratischer Widerstandsfähigkeit. Die Worte des Bürgermeisters hoben die Entschlossenheit der Stadt hervor, Ordnung zu wahren und gleichzeitig demokratische Werte zu verteidigen.