Gefährliche Produkte bleiben trotz EU-Warnungen auf Shopping-Plattformen erhältlich
Claudia SeidelGefährliche Produkte bleiben trotz EU-Warnungen auf Shopping-Plattformen erhältlich
Gefährliche Verbraucherprodukte tauchen trotz EU-Warnungen weiterhin auf deutschen Shopping-Plattformen auf. Ein neuer Bericht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass unsichere Artikel oft monate- oder sogar jahrelang erhältlich bleiben. Die Organisation fordert nun strengere Kontrollen, um diese Produkte zu blockieren, bevor sie Käufer erreichen.
Der vzbv analysierte die EU-Datenbank mit gelöschten Produktangeboten. Die Ergebnisse belegen, dass allein im November 2025 die fünf größten Online-Plattformen Deutschlands fast 70 Millionen Angebote entfernten. Davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft.
Doch viele gefährliche Artikel entgehen weiterhin den Kontrollen. Der Bericht deckt Lücken bei der Abgleichung mit den offiziellen EU-Warnungen auf. Weil die Prüfungen unvollständig sind, können gefährliche Waren oft noch lange verkauft werden, nachdem Behörden Alarm geschlagen haben.
Die Verbraucherschützer fordern nun wirksamere Vorsorgemaßnahmen. Statt nur auf Meldungen zu reagieren, soll verhindert werden, dass unsichere Produkte überhaupt erst online gestellt werden. Die Untersuchung offenbart Schwächen bei der Durchsetzung von EU-Sicherheitsvorschriften auf Online-Marktplätzen. Da weiterhin Millionen riskanter Artikel an Verbraucher gelangen, besteht der vzbv auf Verbesserungen der Kontrollsysteme. Ziel ist es, gefährliche Produkte zu blockieren, bevor sie gekauft werden können.






