24 March 2026, 02:06

Frankreichs Atomstrom wird zur wichtigsten Energiequelle für Deutschland im Jahr 2025

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Frankreichs Atomstrom wird zur wichtigsten Energiequelle für Deutschland im Jahr 2025

Deutschlands Stromhandel erlebte 2025 tiefgreifende Veränderungen: Atomkraft wurde zur wichtigsten importierten Energiequelle des Landes. Gleichzeitig kehrte sich der Rückgang der Stromexporte um – sie stiegen nach dem Einbruch im Vorjahr um 22 Prozent an. Diese Entwicklungen spiegeln größere Trends auf dem europäischen Energiemarkt wider, insbesondere die wachsende Rolle Frankreichs als Nuklearlieferant.

Die deutschen Stromeinfuhren waren von 2023 auf 2024 bereits um 23,2 Prozent auf 66,8 Terrawattstunden (TWh) gestiegen. 2025 gingen die Importe jedoch leicht auf knapp unter 65,0 TWh zurück. Den größten Anteil daran hatte die Atomkraft mit 14,3 TWh.

Frankreich entwickelte sich 2025 zum wichtigsten Lieferanten von Atomstrom für Deutschland und stellte rund 9,5 TWh bereit. Besonders markant war der Anstieg in den letzten vier Monaten des Jahres: Die Importe kletterten auf 3,9 TWh – nach 3,1 TWh im gleichen Zeitraum 2024. Dieser Trend unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Kernenergie im deutschen Strommix seit dem nationalen Atomausstieg.

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Währenddessen waren die deutschen Stromexporte 2024 um 10 Prozent auf 35,1 TWh gesunken. Doch 2025 erholten sie sich kräftig und stiegen um 22 Prozent auf 43,1 TWh. Trotz dieses Aufschwungs bleibt Deutschland nach der Abschaltung seiner letzten Atomkraftwerke ein Nettoimporteur von Strom.

Auch Frankreichs Atomstrategie steht vor einem Wandel: Das Land plant, die Laufzeit seiner 57 bestehenden Reaktoren auf 50 oder sogar 60 Jahre zu verlängern. Zudem sollen ab 2038 sechs neue Meiler gebaut werden, mit der Option für acht weitere. Diese Schritte dürften Frankreichs Position als zentraler Energielieferant für Deutschland in den kommenden Jahrzehnten weiter festigen.

Die Daten zeigen, wie sich Deutschlands Energiehandel nach dem Atomausstieg an neue Realitäten anpasst. Atomimporte – vor allem aus Frankreich – decken zunehmend die Nachfrage. Da Frankreich seine Nuklearkapazitäten ausbaut, wird sich diese grenzüberschreitende Energiepartnerschaft voraussichtlich langfristig noch vertiefen.

Quelle