14 January 2026, 13:12

Flensburger Diako-Krankenhaus wechselt 2026 zu den Maltesern – was sich ändert

Schwarzes und weißes Foto des Bartholomäus-Krankenhauses in London mit fernen Gebäuden und einem klaren Himmel mit Text unten.

Malteser übernehmen Diako-Krankenhaus in Flensburg - Flensburger Diako-Krankenhaus wechselt 2026 zu den Maltesern – was sich ändert

Flensburger Diako-Krankenhaus wechselt 2026 den Träger

Am 1. März 2026 geht das Flensburger Diako-Krankenhaus von der evangelischen Diakonie in die Trägerschaft des katholischen Malteserordens über. Die Übernahme ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung, um die Zukunft der geplanten Förde-Klinik langfristig zu sichern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze, allerdings wird der Name der Einrichtung geändert.

Der Wechsel steht noch unter dem Vorbehalt der finalen juristischen Genehmigung. Nach Vollzug wird das Diako-Krankenhaus – in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Malteser – keine Schwangerschaftsabbrüche mehr nach der vorgeschriebenen Beratung anbieten. Die Krankenhausleitung betonte, der Schritt sei notwendig, um die wirtschaftliche und gesundheitspolitische Stabilität der Förde-Klinik dauerhaft zu gewährleisten.

Sämtliche bestehenden Arbeitsverträge bleiben unverändert, Entlassungen sind nicht vorgesehen. Das Diako-Krankenhaus und das St.-Franziskus-Hospital werden bis zu ihrem gemeinsamen Umzug in die neue Förde-Klinik weiter zusammenarbeiten. Die Malteser übernehmen die volle Verantwortung für den Klinikneubau, wobei weder das Design noch der Zeitplan angepasst werden.

Das ökumenische Gesundheitscampus-Projekt, das unter anderem psychiatrische Abteilungen für Erwachsene und Kinder sowie ein Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe umfasst, wird wie geplant fortgeführt. Ob die Förde-Klinik bis 2030 unter Malteser-Trägerschaft bestehen wird, lässt sich anhand der aktuellen Daten – die nur bis 2026 reichen – nicht bestätigen.

Der Wechsel markiert einen tiefgreifenden Einschnitt für das Diako-Krankenhaus, das künftig keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchführen wird. Die Belegschaft bleibt jedoch erhalten, und der Bau der Förde-Klinik verläuft weiter nach Plan. Die Zusammenarbeit zwischen Diako und St. Franziskus dauert bis zum Abschluss des Umzugs an.