30 November 2025, 06:08

Fenebergs Überlebenskampf: Radikale Sanierung soll Insolvenz abwenden

Ein Supermarkt-Innenraum mit verschiedenen Lebensmitteln auf den Regalen.

Fenebergs Überlebenskampf: Radikale Sanierung soll Insolvenz abwenden

Feneberg steckt in tiefer Finanzkrise – Urlaub vom Verlust hängt von radikaler Sanierung ab

Der im Allgäu ansässige Lebensmittelhändler Feneberg kämpft nach einem zweistelligen Millionenverlust mit einer schweren finanziellen Krise. Der Urlaub vom Verlust hängt nun von einer dringenden Restrukturierung ab: Ein neu erarbeiteter 100-Punkte-Plan soll bis zum Geschäftsjahr 2026/27 die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen.

Die Lage ist prekär: Sollte die Sparkasse Allgäu eine Kreditlinie über 4,8 Millionen Euro streichen, droht dem Unternehmen der Kollaps. Die neu berufene Geschäftsführerin Amelie Feneberg betont, wie entscheidend schnelles und entschlossenes Handeln ist, um die Finanzen zu stabilisieren.

Die Sanierungsstrategie sieht unter anderem die Schließung unrentabler Filialen und Stellenabbau vor, um eine Insolvenz abzuwenden. Zehn Standorte wurden bereits an Edeka Südbayern übertragen, weitere defizitäre Filialen werden auf Schließung oder Verkauf geprüft. Zudem plant das Unternehmen, die Zentrale zu verkleinern und Verwaltungsprozesse zu verschlanken.

Trotz der Herausforderungen bleibt die Belegschaft ein zentraler Faktor für die Wende. Der 100-Punkte-Plan setzt auf Kostensenkung, Effizienzsteigerung und nachhaltige Zukunftsfähigkeit.

Aktuell betreibt Feneberg 73 Filialen, doch ihre Zahl wird im Zuge der Umstrukturierung schrumpfen. Die Zukunft des Unternehmens hängt davon ab, ob die Sanierungsmaßnahmen greifen. Ohne diese Veränderungen bleibt die Insolvenz eine reale Gefahr.