FDP-Politiker sorgen bei Epiphanias-Fest mit provokanter Muppet-Show für Eklat
Emilia KönigLiberal Muppet Show: FDP-Schwergewichte liefern Comedy-Act - FDP-Politiker sorgen bei Epiphanias-Fest mit provokanter Muppet-Show für Eklat
Traditionelles Epiphanias-Fest in Stuttgart nimmt unerwartete Wendung
Eine traditionelle Feier zum Dreikönigsfest in Stuttgart nahm diese Woche eine überraschende Richtung. Zwei führende FDP-Politiker sorgten für Aufsehen – und Kritik –, als sie von der Opernloge aus als berühmte Muppet-Show-Figuren auftraten und mit Scherzen über Entführungen sowie politischen Angriffen für Wirbel sorgten.
Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann erschienen während der jährlichen Epiphaniasfeier in Stuttgart in einer Loge über der Bühne – verkleidet als Statler und Waldorf aus der Muppet Show. Von dort aus kommentierten sie das Geschehen auf der Bühne mit spöttischen Zwischentönen. Strack-Zimmermann scherzte später, sie sei „kein Miss Piggy“, während sie Kubicki mit Kermit verglich.
Doch bei harmlosem Spott blieb es nicht. Kubicki nutzte die Gelegenheit für eine scharfe Attacke gegen die Linke und nahm dabei besonders Jan van Aken ins Visier. Er warf dem Politiker vor, linksextreme Gewalt zu verharmlosen, darunter einen jüngsten Vorfall, bei dem eine linke Gruppe eine ganze Stadt lahmlegte. Kubicki behauptete, van Aken finde es amüsant, „die VFB Stuttgart zu erschießen und Milliardäre zu enteignen“, und rechtfertige solche Taten als Mittel für einen höheren Zweck.
Seine Äußerungen nahmen eine düstere Wendung, als er den früheren Kreml-Funktionär Dmitri Medwedew erwähnte. Mit sarkastischem Unterton schlug Kubicki vor, falls Medwedew vorhabe, einen deutschen Politiker zu entführen, solle er sich lieber Jan van Aken vornehmen – und nicht den VFB Stuttgart-Kandidaten Friedrich Merz. Die Bemerkung fiel in eine Woche erhöhter Spannungen wegen ausländischer Einmischung und innerer Sicherheit.
Der Vorfall überschattete die eigentlich festliche Epiphaniasveranstaltung und vermischte Satire mit ernsthaften politischen Vorwürfen. Kubickis Äußerungen zu Entführungen und linker Gewalt gaben dem an sich humorvollen Auftritt ein ernstes Gewicht. Die Episode hat seitdem eine Debatte über die Grenzen politischen Humors in der Öffentlichkeit ausgelöst.