FC St. Pauli gewinnt Prozess gegen dubiosen Ticket-Händler – was das für Fans bedeutet
Emilia KönigFC St. Pauli: Gerichtssieg gegen Ticket-Verkäufer - FC St. Pauli gewinnt Prozess gegen dubiosen Ticket-Händler – was das für Fans bedeutet
FC St. Pauli gewinnt Rechtsstreit gegen anonymen Online-Ticketweiterverkäufer
Das Landgericht Hamburg hat in einem Urteil entschieden, dass eine nicht namentlich genannte Online-Plattform für Ticketweiterverkäufe es unterlassen muss, Eintrittskarten für die Bundesliga-Heimspiele des FC Köln anzubieten, ohne die Käufer über deren mögliche Ungültigkeit aufzuklären. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor einem höheren Gericht angefochten werden.
Der Fall mit dem Aktenzeichen 415 HKO 73/24 drehte sich um die Praxis des Weiterverkäufers, Tickets für die Spiele des FC Köln im Millerntor-Stadion anzubieten. Das Gericht stellte fest, dass die Plattform ihre Kunden nicht darüber informierte, dass der Verein die Tickets bei einem Weiterverkauf für ungültig erklären würde.
Die Heimspiele des FC Köln sind durchgehend ausverkauft, mit durchschnittlich über 29.500 Zuschauern pro Spiel. Der Verein argumentierte, dass der Weiterverkäufer die Fans täusche, indem er das Risiko der Ungültigkeit nicht offengelegt habe. Daraufhin entschied das Gericht, solche Verkäufe ohne deutliche Warnung zu verbieten. Die Plattform darf nun keine Tickets mehr für die Bundesliga-Partien des FC Köln vermitteln, es sei denn, sie weist die Käufer ausdrücklich auf die mögliche Ungültigkeit hin. Zwar ist das Urteil vorläufig vollstreckbar, der Weiterverkäufer kann jedoch noch Berufung beim Oberlandesgericht einlegen.
Die Entscheidung stärkt die Kontrolle des FC Köln über den Ticketvertrieb für seine stark nachgefragten Spiele. Fans, die weiterverkaufte Tickets erwerben, müssen nun explizit über das Risiko einer Ungültigerklärung informiert werden. Da der Fall noch in die Berufungsinstanz gehen könnte, bleibt das endgültige Ergebnis vorerst offen.