19 March 2026, 12:07

EU-Kürzungen bedrohen Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte mit 160 Millionen Euro Verlust

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Guthaben in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - EU-Kürzungen bedrohen Mecklenburg-Vorpommerns Landwirte mit 160 Millionen Euro Verlust

Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus hat Alarm geschlagen angesichts geplanter Kürzungen der EU-Fördergelder, durch die dem Bundesland jährlich mehr als 160 Millionen Euro entzogen werden könnten. Vor der Agrarministerkonferenz warnte er, dass die Streichungen über 1.000 Betriebe treffen und die ohnehin angespannte finanzielle Lage der Branche weiter verschärfen würden.

Die Kürzungen ergeben sich aus neuen Obergrenzen und gekürzten Subventionen für größere Betriebe im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028. Backhaus bezeichnete die Pläne als "höchst besorgniserregend" und betonte, sie könnten die ländliche Entwicklung in ganz Europa destabilisieren.

Die vorgeschlagenen Änderungen zielen auf die EU-Agrarsubventionen ab, wobei Mecklenburg-Vorpommern mit Verlusten von über 160 Millionen Euro pro Jahr besonders hart betroffen wäre. Backhaus machte deutlich, dass es sich bei diesen Geldern nicht um bloße "Zuschüsse für Landwirte" handle, sondern um ein zentrales Instrument der EU zur Stärkung ländlicher Regionen. Mehr als 1.000 lokale Betriebe würden die Folgen spüren – zusätzlich zu den bestehenden Belastungen durch Marktdruck und steigende Kosten.

Hinzu kommt eine wachsende Rechtsunsicherheit: Aktuelle Gerichtsurteile haben die Regeln zur Nitratbelastung infrage gestellt. Landwirte wissen nun oft nicht mehr, welche Flächen als belastet gelten, was die Einhaltung der Vorschriften erschwert. Auf der anstehenden Ministerkonferenz will Backhaus für klarere und praxistauglichere Düngeregeln werben.

Der Minister kritisierte, dass die aktuellen Pläne die realen Herausforderungen der Betriebe ignorierten. Angesichts bedrohtter Subventionen und instabiler rechtlicher Rahmenbedingungen warnte er vor schweren Folgen für die Nahrungsmittelproduktion und die ländliche Wirtschaft.

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Die geplanten Kürzungen würden die EU-Agrarförderung ab 2028 grundlegend umgestalten – mit Mecklenburg-Vorpommern als einer der am stärksten betroffenen Regionen. Backhaus wird seine Amtskollegen drängen, die finanziellen und rechtlichen Belastungen für die Landwirte zu überdenken. Ohne Anpassungen drohten die Änderungen, die ohnehin prekäre Lage der Branche weiter zu verschärfen.

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