Erfurts legendäres Entenrennen feiert Comeback mit Öko-Twist und kreativen Preisen
Claudia SeidelGelb-Rote Entenparade in Erfurt - Erfurts legendäres Entenrennen feiert Comeback mit Öko-Twist und kreativen Preisen
Erfurts jährliches Entenrennen kehrte am Wochenende zurück und lockte Familien an die Ufer der Gera. Das inzwischen fest im Veranstaltungskalender der Stadt verankerte Spektakel ließ 3.500 Plastikenten vom Luisenpark bis zur Krämerbrücke um die Wette paddeln. Begleitet wurde das Rennen von einem Familienfest, das die Innenstadt mit Aktivitäten und Unterhaltung füllte.
Wie gewohnt folgte die Regatta der traditionellen Strecke: Tausende Enten trieben flussabwärts Richtung Ziellinie, wobei die schnellste Ente wie jedes Jahr den Hauptpreis gewann. In diesem Jahr führten die Veranstalter zudem eine neue Auszeichnung ein – die kreativste Enten-Dekoration, ausgewählt aus 500 aufwendig gestalteten Exemplaren.
Umweltvorgaben prägten die diesjährige Auflage. Seit 2023 schreiben neue Nachhaltigkeitsregeln vor, dass die Enten aus biologisch abbaubaren Materialien gefertigt sein müssen. Zwar verringerte sich dadurch die Zahl der Rennenten von einst 10.000 auf etwa 8.500 in den letzten Jahren, doch die Zuschauerzahlen blieben stabil. Um den Fluss zusätzlich zu schützen, blieben die sonst üppig verzierten Schau-Enten diesmal an Land.
In den vergangenen Jahren zog die Veranstaltung zwischen 5.000 und 7.000 Besucher an. Trotz der reduzierten Entenanzahl zeigt sich: Die Beliebtheit des Festes als Familienausflug bleibt ungebrochen.
Das Entenrennen bleibt ein Höhepunkt für Erfurts Familien – eine Mischung aus Wettbewerb und Gemeinschaftserlebnis. Mit strengeren Öko-Vorgaben gelingt es den Organisatoren nun, Tradition und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Schon jetzt wird das Rennen im nächsten Jahr erwartet, während die Macher das Konzept verfeinern, ohne den ursprünglichen Charme zu verlieren.






