Erdrutschgefahr an MV-Küste: Warum Herbststürme Klippen zum Einsturz bringen
Emilia KönigUmweltminister warnt vor gefährlicher Küstenerosion in MV - Erdrutschgefahr an MV-Küste: Warum Herbststürme Klippen zum Einsturz bringen
Umweltminister Till Backhaus (SPD) warnt vor erhöhter Erdrutschgefahr an Mecklenburg-Vorpommerns Küste
Die Warnung kommt angesichts unberechenbaren Herbstwetters und Sturmfluten, die die Klippen zwischen Oktober und Ende März besonders instabil machen.
Die Küstensteilhängen in der Region sind nach starken Regenfällen und Sturmfluten besonders gefährdet. Einsickerndes Wasser schwächt den Boden, was häufig zu plötzlichen Abbrüchen führt. Erdrutsche können selbst in Dünengebieten senkrechte Abbrüche von bis zu sieben Metern verursachen.
Besonders betroffen sind die Inseln Rügen und Hiddensee, der Nationalpark Jasmund, die Klippen von Klütz Höved sowie die Inseln Poel und Usedom. Behörden betonen, wie wichtig es ist, Warnzeichen wie Risse im Boden oder schief stehende Bäume zu erkennen, die auf mögliche Bewegungen hinweisen.
Das Ministerium rät Anwohnern und Besuchern, sich auf ausgewiesenen Wegen zu bewegen und Absperrungen zu beachten. Besonders bei Wanderungen und Spaziergängen am Strand ist Vorsicht geboten – vor allem in der Nähe steiler Küstenkanten, wo der Boden ohne Vorwarnung nachgeben kann.
Für die Küstensicherheit sind mehrere Behörden zuständig, darunter Energieminister Christian Pegel (zuständig für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung), der Staatssekretär im Ministerium sowie die Leiter der Abteilungen für Küstenschutz und maritime Angelegenheiten.
Das Erdrutschrisiko bleibt in den kälteren Monaten am höchsten und liegt deutlich über dem Sommerniveau. Die Behörden überwachen weiterhin die gefährdeten Gebiete und fordern die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Die Einhaltung der Sicherheitshinweise ist entscheidend, um Unfälle in diesen Gefahrenzonen zu vermeiden.