Dortmunds neuer CDU-OB Kalouti kämpft um Sicherheit und Bildung in polarisierter Stadt
Greta WagnerDortmunder OB Kalouti: Bildung hat zentrale Bedeutung - Dortmunds neuer CDU-OB Kalouti kämpft um Sicherheit und Bildung in polarisierter Stadt
Alexander Kalouti, Dortmunds erster CDU-Oberbürgermeister seit fast 80 Jahren, steht kurz vor seinem 100. Amtstag. Nach der Wahl im September 2024 verschob sich die politische Landschaft der Stadt: Die SPD verlor ihre Mehrheit, während die AfD deutliche Zugewinne verzeichnete. Kalouti sieht sich nun mit der Herausforderung konfrontiert, in einem zersplitterten und polarisierten Stadtrat zu regieren.
Seine ersten Schwerpunkte liegen auf Sicherheit und Bildung – zwei Bereiche, die er als entscheidend für Dortmunds Zukunft bezeichnet.
Bereits gestartet hat er ein einwöchiges Pilotprojekt zur Verbesserung der Sicherheit in zentralen Stadtteilen. Durch den verstärkten Einsatz kommunaler Ordnungs- und Polizeikräfte stieß die Initiative bei Anwohnern und lokalen Unternehmen auf Zustimmung. Aufgrund begrenzter Ressourcen plant Kalouti, ähnliche Maßnahmen schrittweise auszuweiten und zunächst besonders betroffene Gebiete zu priorisieren.
Die Bildungspolitik bleibt ein dringendes Anliegen. Der Oberbürgermeister betont, wie wichtig frühe Sprachförderung in einer von Migration geprägten Stadt ist. Doch Personalmangel in Kitas zwingt zu vorübergehenden Schließungen, was manche Eltern ohne Betreuung zurücklässt. Kalouti ist überzeugt, dass Investitionen in Schulen und frühkindliche Bildung die Zukunft der Gesellschaft mitgestalten.
In der Wirtschaftspolitik setzt er darauf, Dortmunds Stärken zu erhalten, indem er Unternehmer anwirbt und die Ansiedlung von Betrieben fördert. Zwar lobt er Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen direkte Herangehensweise an aktuelle Probleme, doch mahnt er eine grundsätzliche Debatte über den wahren Zustand deutscher Städte an.
Politisch hat Kalouti eine klare Grenze gezogen: Trotz der Wahlerfolge der AfD schließt er jede Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen Partei aus. Die Koalitionsgespräche gestalten sich schwierig, eine stabile Mehrheit ist noch nicht in Sicht.
Kaloutis erste Amtsmonate standen im Zeichen schneller Maßnahmen in den Bereichen Sicherheit und Bildung. Das Sicherheitsprojekt zeigt erste Erfolge, doch der Fachkräftemangel in Kitas bleibt ungelöst. Während die Koalitionsverhandlungen weitergehen und die AfD ausgeschlossen wird, hängt die Umsetzung seiner langfristigen Pläne davon ab, ob es ihm gelingt, breitere politische Unterstützung zu mobilisieren.