02 November 2025, 02:07

Deutschlands erste LNG-Anlage spaltet die Grünen bei Ankunft von US-Fracking-Gas

Ein Zug auf Eisenbahnschienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Deutschlands erste LNG-Anlage spaltet die Grünen bei Ankunft von US-Fracking-Gas

Deutschland hat den Bau seines ersten Terminals für Flüssigerdgas (LNG) beschlossen – ein Schritt, der nach Verhandlungen zwischen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump erfolgte. Das in Brunsbüttel geplante Terminal stößt jedoch bei Umweltschutzorganisationen auf massive Kritik, da es ihrer Ansicht nach den Klimaschutz untergräbt. Das mit geschätzten 450 Millionen Euro veranschlagte LNG-Terminal soll vor allem durch Fracking gewonnenes Gas aus den USA aufnehmen. Die Inbetriebnahme ist für 2022 vorgesehen. Umweltverbände wie Greenpeace und die Bürgerinitiative gegen CO₂-Speicherung lehnen den Bau ab und verweisen auf die klimaschädlichen Auswirkungen von Flüssigerdgas. Sie argumentieren, dass der hohe Energieaufwand für die Verflüssigung sowie Methanlecks die Treibhausgasemissionen erhöhen. Zudem befürchten sie eine neue Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die im Widerspruch zu den deutschen Klimaschutzgesetzen und den Zielen der Energiewende steht. Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeigt sich trotz der ökologischen Bedenken nicht abgeneigt gegenüber Lieferungen von US-LNG. Kritiker werfen der Bundesregierung jedoch vor, mit Investitionen in LNG-Infrastruktur die Entwicklung erneuerbarer Energien zu vernachlässigen. Zudem könnten Importe fossiler Brennstoffe Konflikte wie den Krieg in der Ukraine mitfinanzieren. Das Terminal in Brunsbüttel soll vorrangig durch Fracking gefördertes Gas aus den USA aufnehmen, das von zentralen Umweltschutzauflagen weitgehend ausgenommen ist und erhebliche ökologische Folgen hat. Trotz des Widerstands von Umweltverbänden soll die Anlage 2022 in Betrieb gehen. Deutschland, der größte Erdgasverbraucher Amerikas, steht damit vor der Herausforderung, Energiesicherheit und Klimaschutzziele in Einklang zu bringen.