28 November 2025, 12:10

Deutschland baut neue Grenzanlagen an der dänischen Grenze – doch bringen sie etwas?

Zwei Beamte in einheitlicher Uniform, einer sitzt auf einem Stuhl und der andere steht in der Nähe eines Tisches mit Papieren, Kartons und einem Koffer; ein Mann in einem weißen Kleid sitzt neben dem Tisch; Menschen stehen und gehen auf dem Rasen; Fahrzeuge auf der rechten Seite; ein Zelt oben; Bäume, Pflanzen, Gras und Himmel im Hintergrund.

Deutschland baut neue Grenzanlagen an der dänischen Grenze – doch bringen sie etwas?

Deutschland hat mit dem Aufbau neuer Grenzkontrollanlagen in Kupfermühle an der dänischen Grenze begonnen. Die Bundespolizei errichtet dort ein großes Zelt sowie drei Container, um die laufenden Kontrollen zu unterstützen. Die Maßnahmen folgen auf Jahre vorübergehender Grenzkontrollen und haben bereits eine Debatte über ihre Kosten und ihren Nutzen ausgelöst.

Die neuen Einrichtungen wurden vom Bundesinnenministerium genehmigt und Anfang November installiert. Sie sollen die Arbeitsbedingungen für Beamte verbessern, die Stichprobenkontrollen an der Grenze durchführen. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

Deutschland und Dänemark hatten 2016 wieder Zufallskontrollen an der Grenze eingeführt – eine Praxis, die seither fortgesetzt wird. Der Grenzübergang Kupfermühle ist seit Anfang November 2022 für Pendlerparker gesperrt, was die Bewegungsfreiheit in der Region weiter einschränkt. Ähnliche Anlagen sind nun auch für Harrislee, den Rastplatz Ellund an der Autobahn sowie entlang der Bundesstraße 5 geplant.

Kritiker werfen vor, dass diese Kontrollen gegen EU-Recht verstoßen und kaum nachweisbaren Nutzen bringen. Oppositionspolitiker hinterfragen, ob die neuen Maßnahmen überhaupt notwendig oder wirksam sind. Selbst die Regierung gibt zu, dass es keine Daten darüber gibt, wie erfolgreich die Kontrollen bisher waren.

Die jüngsten Baumaßnahmen deuten auf eine mögliche dauerhafte Verankerung der Grenzkontrollen an der deutsch-dänischen Grenze hin.

Die neuen Anlagen in Kupfermühle markieren einen weiteren Schritt in Deutschlands langjähriger Grenzschutzstrategie. Da es keine klaren Belege für ihren Erfolg gibt, wird die Diskussion über ihre Rechtmäßigkeit und die Kosten voraussichtlich anhalten. In den kommenden Monaten sind weitere Installationen an wichtigen Routen in der Nähe Dänemarks zu erwarten.