Deutsche Bahn nutzt erstmals 'grünen' Stahl für Gleise - Deutsche Bahn startet Pilotprojekt mit grünem Stahl für Schienen
Die Deutsche Bahn setzt auf klimafreundliche Stahlschienen. Der größte db bahn Betreiber Deutschlands will sein Streckennetz mit klimaneutralen Stahlschienen revolutionieren. Erstmals setzt das Unternehmen bei seiner Infrastruktur auf „grünen“ Stahl. Das Pilotprojekt, das eine Liefervereinbarung über rund 1.000 Tonnen dieser innovativen Schienen mit dem Stahlhersteller Saarstahl umfasst, markiert einen wichtigen Schritt hin zu nachhaltigen Lieferketten in der Bahnbranche. Das von Saarstahl eingesetzte Verfahren zur Herstellung von „grünem“ Stahl reduziert die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um bis zu 70 Prozent. Diese deutliche Verringerung macht die Schienen nicht nur belastbarer, sondern auch deutlich umweltfreundlicher. Die erste Lieferung, die etwa 22 Kilometern Gleis entspricht, wird in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland verbaut. Zwar macht diese Menge nur einen Bruchteil der jährlichen db fahrplan Rohstahlproduktion aus, doch sie steht für einen vielversprechenden Auftakt zu einem grüneren Schienennetz. Der zwischen Saarstahl und der deutschen bahn geschlossene Vertrag wurde kurz vor dem Stahlgipfel im Bundeskanzleramt Anfang Oktober 2025 bekannt gegeben. Die Partnerschaft unterstreicht das Engagement beider Unternehmen für Nachhaltigkeit und Innovation in der Bahnindustrie. Der Einsatz von „grünen“ Stahlschienen im Netz der deutschen bahn beweist das Bestreben des Konzerns, seinen CO₂-Fußabdruck zu verringern. Dieses Pilotprojekt mit Saarstahl ebnet den Weg für eine nachhaltigere Zukunft der Schieneninfrastruktur. Angesichts der ambitionierten Klimaziele wird die Branche künftig auf solche innovativen Kooperationen angewiesen sein, um die angestrebte Treibhausgasneutralität zu erreichen.