16 March 2026, 10:05

Derby-Alarm: Hannover 96 gegen Braunschweig unter verschärfter Sicherheitskontrolle

Ein Fussballspiel im Gange mit Spielern in Sportkleidung und Helmen auf dem Feld, Zuschauern, Geländern und Tafeln mit Text im Hintergrund.

Innerministerin: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Derby-Alarm: Hannover 96 gegen Braunschweig unter verschärfter Sicherheitskontrolle

Das anstehende Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig rückt die Stadionsecurity in den Fokus. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens fordert strengere Maßnahmen, um Gewalt bei dem für Freitag, 18:30 Uhr, in Hannover anstehenden Spiel zu verhindern. Sie ruft Fangruppen dazu auf, Verantwortung zu übernehmen und gewalttätiges Verhalten in den eigenen Reihen zu unterbinden.

Bei früheren Begegnungen der beiden Vereine kam es bereits zu großangelegten Sicherheitseinsätzen. Die Polizei in Niedersachsen setzte dabei auf verstärkte Personenkontrollen, die Trennung von Fangruppen, Drohnenüberwachung und ein Pyrotechnikverbot. Bei Hochrisikospielen wie 2017 und 2023 wurden über 1.000 Beamte eingesetzt. In extremen Fällen – etwa bei den Ausschreitungen 2014 in Hannover, die zu 90 Festnahmen führten – griffen die Behörden sogar auf Wasserwerfer und Pfefferspray zurück.

Behrens kritisiert die unhaltbaren Kosten, die durch den Einsatz von bis zu 2.000 Polizisten für ein einziges Spiel entstehen. Sie argumentiert, dass Fußballspiele nicht mehr Sicherheitspersonal erfordern sollten als andere Großveranstaltungen wie Festivals. Ihre Haltung macht sie bei einigen Fans unbeliebt, die in ihr eine Gegnerin ihrer Fankultur sehen.

Die Ministerin betont, dass Gewalt in der Fanszene keinen Platz habe. Sie verlangt von Ultra-Gruppen, interne Probleme zu lösen und so den Polizeieinsatz in den Stadien zu verringern. Sollten die Fangruppen untätig bleiben, droht sie mit weiteren Einschränkungen durch Politik und Fußballverbände.

Das Derby findet unter verschärfter Beobachtung statt, wobei Behrens die Sicherheitsverantwortung stärker auf die Fangruppen verlagern will. Ihre Forderung nach mehr Selbstregulierung könnte die Handhabung künftiger Hochrisikospiele grundlegend verändern. Der Ausgang des Freitagsspiels könnte entscheiden, ob strengere Maßnahmen dauerhaft eingeführt werden.

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