Cottbus startet 2026 mit skurrile Tradition: Weihnachtsbaum-Weitwurf der Feuerwehr
Emilia KönigLausitzer messen sich im Weihnachtsbaumwerfen - Cottbus startet 2026 mit skurrile Tradition: Weihnachtsbaum-Weitwurf der Feuerwehr
Jedes Jahr im Januar startet die Stadt Cottbus in der Lausitz mit einer ungewöhnlichen Tradition ins neue Jahr: einem Weihnachtsbaum-Weitwurf-Wettbewerb. Organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr Ströbitz, werfen die Teilnehmer alte Festtagstannen wie Speere, um zu sehen, wer sie am weitesten schleudern kann. Die diesjährige Auflage findet am Samstag, dem 10. Januar 2026, ab 12:30 Uhr am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ströbitz statt.
Damit alles mit rechten Dingen zugeht, gelten strenge Regeln. Männer werfen Bäume mit einer Höhe von zwei Metern und einem Gewicht von 15 Kilogramm, während Frauen etwas kleinere Exemplare verwenden – 1,80 Meter hoch und 10 Kilogramm schwer. Beim Wettbewerb 2023 flogen die weitesten Würfe der Männer etwa acht Meter, die der Frauen fünf Meter weit.
Das Event hat sich längst zu einem lokalen Highlight entwickelt und zieht Jahr für Jahr Schaulustige an. Doch hinter dem Spektakel, bei dem Tannen durch die Luft wirbeln, steckt mehr als nur Unterhaltung: Es bringt die Gemeinschaft nach den Feiertagen zusammen und verwandelt ausgediente Weihnachtsbäume in ein lebendiges Schauspiel. Wie immer übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Ströbitz die Organisation. Ihr Team sorgt dafür, dass alles reibungslos abläuft – vom Aufbau der Wurfzone bis zur Vermessung der Weiten. Der Wettbewerb bleibt ein skurriles, aber geliebtes Jahresauftakt-Ritual in Cottbus.
Die Ausgabe 2026 bietet den Einheimischen erneut die Gelegenheit, Kraft und Zielgenauigkeit unter Beweis zu stellen. Dank standardisierter Bäume und klarer Regeln bleibt der Wettbewerb fair, ohne seinen spielerischen Charakter zu verlieren. Nach der Veranstaltung werden die geworfenen Tannen eingesammelt – so hinterlässt die Tradition keine Spuren.