27 October 2025, 18:07

Cottbus Pride 2025: Rekord-Beteiligung Sendet Starkes Signal Gegen Queerphobie

Eine Person in der Nähe hält ein Schild mit einer Inschrift, während andere Menschen im Hintergrund Schilder halten, was auf eine Demonstration hinweist.

Cottbus Pride 2025: Rekord-Beteiligung Sendet Starkes Signal Gegen Queerphobie

Cottbuser Christopher Street Day (CSD) mit Rekordbeteiligung – klare Botschaft gegen Hass und Einschüchterung Der diesjährige Christopher Street Day (CSD) in Cottbus war der größte in der Geschichte der Stadt und zog rund 1.000 Teilnehmer:innen sowie über 200 Unterstützer:innen aus anderen Städten an. Angeführt von der Dragqueen Miss Cherry Moonshine und einem Storch setzte die Parade ein starkes Zeichen gegen Hass und Hetze – besonders vor dem Hintergrund jüngster queerenfeindlicher Vorfälle. Die Demonstrierenden forderten mehr gesellschaftliche Akzeptanz sowie eine Aufstockung des brandenburgischen Haushalts für den Queeren Aktionsplan, der derzeit bei 224.000 Euro liegt. Redner:innen sprachen die Menge in mehreren Sprachen an, darunter Ukrainisch, Russisch, Arabisch und Polnisch, und unterstrichen so die internationale Solidarität. Obwohl zwei rechtsextreme Gegenproteste angemeldet waren, erschienen nur etwa 90 Personen. Der Marsch verlief friedlich, begleitet von einer 20 Meter langen Regenbogenflagge. Überschattet wurde die Veranstaltung jedoch von jüngsten Vorfällen: Am Sitz der CSD-Organisator:innen wurden Regenbogenfahnen beschädigt, und es gab einen mutmaßlichen Brandanschlag auf das queere Zentrum Regenbogenkombinat. Die Behörden ermitteln; der Landesverband AndersARTiG e.V. geht von gezielten Taten aus. Mit der Rekordbeteiligung beim Cottbuser Pride 2025 und der gezeigten internationalen Solidarität sendet die Community ein deutliches Signal gegen Hass und Gewalt. Angesichts von sechs gemeldeten queerenfeindlichen Angriffen allein in diesem Jahr in Brandenburg steht die Gemeinschaft geschlossen zusammen – und fordert mehr Anerkennung sowie verstärkte Unterstützung.