Chemnitz gedenkt der Bombenopfer von 1945 mit Schweigemarsch und Protesten
Greta WagnerChemnitz gedenkt der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg - Chemnitz gedenkt der Bombenopfer von 1945 mit Schweigemarsch und Protesten
Hunderte versammelten sich diese Woche in Chemnitz, um der Zerstörung der Stadt während des Zweiten Weltkriegs zu gedenken. Der 25. Chemnitzer Friedenstein markierte den 79. Jahrestag des verheerenden Bombenangriffs vom 5. März 1945. Zu den Veranstaltungen gehörten ein Schweigemarsch, eine Kundgebung und eine Kranzniederlegung für die Opfer.
Der Tag begann mit einem ökumenischen Friedensgottesdienst in der St.-Jacobi-Kirche. Im Anschluss läuteten in ganz Chemnitz die Kirchenglocken in einem traditionellen Gedenkläuten. Am Neumarkt fand die zentrale Gedenkveranstaltung unter dem Motto "Bleibt standhaft für den Frieden" statt.
Ein Marsch durch die Innenstadt zählte bis zu 400 Teilnehmer auf seinem Höhepunkt. Gleichzeitig nahmen mehrere hundert Menschen an einer Kundgebung gegen Wehrpflicht und Militarisierung am Karl-Marx-Monument teil. Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD), der Präsident des Sächsischen Landtags, Alexander Dierks (CDU), und lokale Schülerinnen und Schüler gedachten der Opfer des Luftangriffs von 1945.
Den Abschluss bildeten eine Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für die Bombenopfer auf dem städtischen Friedhof.
Die jährlichen Friedensveranstaltungen ehrten die im Jahr 1945 verlorenen Leben und unterstrichen gleichzeitig die Forderung nach Frieden. Die diesjährigen Gedenkfeiern verbanden Besinnung mit öffentlichen Protesten gegen Aufrüstung. Kirchen, Amtsträger und Bürger der Stadt beteiligten sich gemeinsam an der Erinnerung.






