20 February 2026, 16:42

Charli XCX' Berlinale-Film The Moment löst politische Debatte nach Afterparty-Skandal aus

Ein Mann im Anzug und mit Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über das Verbot des russischen Außenministers Sergej Lawrow.

Charli XCX' Berlinale-Film The Moment löst politische Debatte nach Afterparty-Skandal aus

Charli XCX' Mockumentary The Moment feiert Premiere auf der Berlinale – Nachfeier sorgt für politische Kontroverse

Der Mockumentary-Film The Moment von Charli XCX hatte seine Premiere auf dem Berlinale Film Festival und bietet eine satirische Abrechnung mit der Mainstream-Musikindustrie. Der von Aidan Zamiri inszenierte Streifen zeigt die Popkünstlerin an der Seite weiterer Prominenter. Doch die anschließende Afterparty in Berlin geriet in die Kritik, nachdem Berichte den Gastgeber mit der russischen Regierung in Verbindung brachten.

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Zudem hat die Sängerin kürzlich den Soundtrack für die Neuverfilmung von Sturmhöhe komponiert, in der Jacob Elordi und Margot Robbie die Hauptrollen übernehmen. Parallel erschien ein Begleitalbum in Zusammenarbeit mit Sky Ferreira.

Die Premiere von The Moment zog vor allem wegen ihrer scharfen Kritik an der Musikbranche Aufmerksamkeit auf sich. Das Magazin NME vergab drei Sterne und lobte die memetauglichen Szenen sowie Charli XCX' Auftritt. Nach der Vorführung besuchte die Künstlerin eine Afterparty in Berlin.

Doch bald stellten sich Fragen zum Hintergrund der Veranstalterin Anastasia Shevtsova. Medienberichten zufolge bestehen Verbindungen zwischen der Traditsiya-Stiftung ihrer Familie und staatlich geförderten russischen Initiativen. Seit 2023 arbeitet die von Zhanna Shevtsova geleitete Stiftung mit dem Präsidialfonds für kulturelle Initiativen von Wladimir Putin zusammen, um russischen Einfluss in den besetzten ukrainischen Gebieten zu stärken. Dazu zählt das Festival Road to a Dream, bei dem bis Mai 2025 rund 4.000 Kindern in Donezk, Luhansk und Mariupol propagandistische Dokumentarfilme gezeigt wurden.

Charli XCX distanzierte sich umgehend von den Vorwürfen. Sie betonte, weder sie noch ihr Team hätten von politischen Verstrickungen der Veranstalter gewusst. Die Sängerin bekräftigte ihre Ablehnung der russischen Regierungspolitik in der Ukraine und zeigte sich solidarisch mit der Bevölkerung. Shevtsova wies unterdessen jede Beteiligung am Konflikt zurück und versuchte, sich von der Debatte zu distanzieren.

Abseits des Films bleibt Charli XCX mit weiteren Projekten beschäftigt: Sie schrieb die Filmmusik für die Sturmhöhe-Adaption mit Jacob Elordi und Margot Robbie und veröffentlichte ein Begleitalbum, auf dem auch eine Zusammenarbeit mit Sky Ferreira zu hören ist.

Die Kontroverse um die Afterparty hat die Festivalpremiere von The Moment überschattet, obwohl der Film selbst moderate Anerkennung erhielt. Charli XCX' Team betont, von den angeblichen Verbindungen der Feier nichts gewusst zu haben. Gleichzeitig sorgt ihre Arbeit an Sturmhöhe und dem dazugehörigen Album weiterhin für Interesse an ihrer musikalischen Karriere.