18 March 2026, 04:05

Bundesregierung will Spritpreise mit neuen Regeln begrenzen – doch Kritik bleibt

Grafik zeigt Kraftstoffpreise in den USA über die Zeit mit zwei Linien: einer blauen, die sinkende Preise anzeigt, und einer grünen, die steigende Preise anzeigt.

Hüskens: Bundesregierung versagt bei Kraftstoffpreisen - Bundesregierung will Spritpreise mit neuen Regeln begrenzen – doch Kritik bleibt

Die deutsche Bundesregierung hat ein neues Maßnahmenpaket vorgestellt, um die durch die Iran-Krise verursachten steigenden Spritpreise einzudämmen. Zu den Vorschlägen gehören schärfere Kartellgesetze, die sich gegen Mineralölkonzerne richten, sowie eine Regelung, die Tankstellen auf eine tägliche Preiserhöhung um die Mittagszeit beschränkt. Doch bereits jetzt gibt es Kritik daran, ob diese Schritte die Belastung für Autofahrer tatsächlich verringern werden.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte am Sonntag an, das Bundeskartellamt werde die Spritpreise künftig stärker überwachen. Eine eigens eingerichtete Taskforce, der Vertreter der Kartellbehörde und der Ölunternehmen angehören, soll die Kostenentwicklung beobachten. Noch am selben Tag begannen rechtliche Abstimmungen zwischen den Ministerien, um die Änderungen final zu beschließen.

Nach den neuen Regeln dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich – um 12 Uhr mittags – anheben. Zudem will die Regierung gegen Unternehmen vorgehen, die die Krise mutmaßlich für überhöhte Gewinne ausnutzen.

Doch Sachsens-Anhalts Infrastrukturministerin Lydia Hüskens hält die Maßnahmen für unzureichend. Sie argumentiert, dass die Beschränkung auf eine tägliche Preiserhöhung im Vergleich zu strengeren Regelungen in Ländern wie Österreich kaum ausreiche. Auch die erweiterten Befugnisse für das Kartellamt kritisierte Hüskens als unwirksam, um spürbare Entlastung zu schaffen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Stattdessen schlug sie eine vorübergehende Erhöhung des Pendlerpauschales vor, um gezielt diejenigen zu entlasten, die am stärksten unter den hohen Spritkosten leiden. Zur Finanzierung regte Hüskens an, die durch den jüngsten Preisanstieg generierten zusätzlichen Mehrwertsteuereinnahmen des Bundes zu nutzen.

Die Spritpreis-Maßnahmen der Regierung werden derzeit in einer ressortübergreifenden Prüfung abgestimmt; die verschärfte Kontrolle und die neuen Preisregeln sollen bald in Kraft treten. Gleichzeitig fordern alternative Lösungsvorschläge – wie höhere Pendlerpauschalen – die anhaltende Debatte darüber, wie Fahrern am besten geholfen werden kann. Die finalen rechtlichen Änderungen werden zeigen, wie schnell und wirksam die neuen Regelungen umgesetzt werden.

Quelle