Bund Naturschutz ehrt langjährige Mitglieder und warnt vor Lichtverschmutzung in Ottobeuren
Emilia KönigBund Naturschutz ehrt langjährige Mitglieder und warnt vor Lichtverschmutzung in Ottobeuren
Jahreshauptversammlung des Bund Naturschutz in Ottobeuren: Langjährige Mitglieder geehrt, Lichtverschmutzung im Fokus
Die Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) hat ihre diesjährige Jahreshauptversammlung im Gasthof Mohren abgehalten. Dabei wurden verdiente Mitglieder für ihr langjähriges Engagement gewürdigt, während ein Gastredner auf das wachsende Problem der Lichtverschmutzung aufmerksam machte.
Zu den Geehrten zählte Wendelin Schindele, der als prägende Kraft hinter der Gestaltung des Kräutergartens hervorgehoben wurde. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Robert Blasius, Gründer der Initiative "Wächter der Nacht", der eindrucksvolle Belege für die globale Lichtverschmutzung vorstellte – sichtbar aus dem All.
Erster Vorsitzender Martin Schweiger eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung der Mitglieder, von denen einige seit Jahrzehnten dem Verband treu sind. Besonders ausgezeichnet wurden jene mit über 40-jähriger Mitgliedschaft: Sie erhielten Urkunden sowie silberne Anstecknadeln. Wendelin Schindele wurde für seine Arbeit am Kräutergarten als dessen "Architekt" gewürdigt und bekam neben einem Poster ein Präsentkorb vom Eine-Welt-Laden sowie eine Ehrung für seinen verstorbenen Kollegen Harald Mader.
Den thematischen Schwerpunkt des Abends bildete der Vortrag von Robert Blasius, der sich seit Langem mit der Initiative "Wächter der Nacht" gegen Lichtverschmutzung einsetzt. Er argumentierte, dass übermäßige künstliche Beleuchtung natürliche Rhythmen stört und sowohl der Tierwelt als auch der menschlichen Gesundheit schadet. Entgegen gängiger Vorurteile verwies er darauf, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen tatsächlich am Tag und nicht nachts stattfinden.
Blasius untermauerte seine Thesen mit Satellitenaufnahmen, die das Ausmaß der Lichtverschmutzung weltweit zeigen. Seine Ausführungen veranschaulichten, wie künstliches Licht Ökosysteme verändert und welche Maßnahmen zur Reduzierung möglich wären.
Die Versammlung endete mit einer Würdigung der langjährigen Mitglieder und einem Appell, die ökologischen Folgen von Lichtverschmutzung stärker in den Blick zu nehmen. Blasius' Vortrag lieferte eine wissenschaftliche Grundlage, um nächtliche Beleuchtung neu zu denken, während die BN-Ortsgruppe ihre Verpflichtung für den lokalen Naturschutz bekräftigte. Aktuelle Entwicklungen zur internationalen Ausweitung der Initiative "Wächter der Nacht" oder laufende Projekte wurden nicht thematisiert.






