BSW mit neuer Führung - und alten Konflikten - BSW wählt neue Führung – doch die alten Konflikte bleiben
BSW mit neuer Führung – und alten Konflikten
BSW mit neuer Führung – und alten Konflikten
- Dezember 2025, 13:28 Uhr
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist nach dem Rückzug seiner Gründerin als Vorsitzende in eine neue Phase eingetreten. Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali übernehmen nun die Parteiführung und setzen den politischen Kurs Wagenknechts fort. Ihre erste große Bewährungsprobe steht mit der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt bevor.
Wagenknechts Abschied wurde auf dem Bundesparteitag bekannt gegeben, wo ihre Rede wenig Raum für Kompromisse mit potenziellen Koalitionspartnern ließ. Dennoch bleibt sie einflussreich – als Leiterin einer Kommission zu Grundsatzfragen. Zudem wird ihr Name bis zum 1. Oktober 2026 aus dem Parteinamen verschwinden.
Aktuell regiert die BSW in Thüringen und Brandenburg in Koalitionen – etwa in der Brombeerkoalition oder der Rot-Lila-Koalition. Doch interne Streitigkeiten über die Frage, ob die Partei in der Regierung bleiben oder in die Opposition wechseln soll, halten an. In Brandenburg geben Minister wie Finanzminister Robert Crumbach ihre Pläne vorerst nicht preis.
Der zentrale Schwerpunkt der BSW bleibt die Friedenspolitik, verbunden mit scharfer Kritik an der Bundesregierung in der Ukraine-Frage und bei den Rüstungsausgaben. Die Führung will die Stabilität der bestehenden Koalitionen wahren und gleichzeitig die entscheidende Wahl 2026 in Sachsen-Anhalt vorbereiten.
Die BSW steht nun vor einem Balanceakt: die Regierungsverantwortung behalten und gleichzeitig die inneren Spannungen managen. Mit Wagenknecht, die weiterhin im Hintergrund die Politik prägt, hängt die Zukunft der Partei maßgeblich vom Abschneiden bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ab. Das Ergebnis dort könnte ihren weiteren Weg bestimmen.