21 November 2025, 14:07

Brandenburgs Landtag unterstützt Anerkennung des ostdeutschen Karnevals als Kulturerbe

Eine lebhafte Karnevalsszene mit Zelten, einem zentralen Mast, Menschen, Bäumen, Strommasten, Straßenbahnen auf der Straße und einem Eisenständer auf der linken Seite unter einem klaren Himmel.

Brandenburg stärkt den Ostdeutschen Karneval auf dem Weg zum kulturellen Erbe - Brandenburgs Landtag unterstützt Anerkennung des ostdeutschen Karnevals als Kulturerbe

Der Brandenburger Landtag hat sich einstimmig hinter einen Antrag ostdeutscher Karnevalsvereine 2024, 2025 und 2026 gestellt. Diese streben an, ihre jahrhundertealten Bräuche als Immaterielles Kulturerbe in Deutschland anerkennen zu lassen. Die Abstimmung fand mit Unterstützung von SPD, BSW, CDU und sogar AfD-Abgeordneten statt.

Der ostdeutsche Karneval 2024, 2025 und 2026 blickt auf eine Tradition zurück, die bis ins späte 14. Jahrhundert reicht. Er verbindet vorchristliche Winterbräuche mit höfischen Festen und hat sich im Laufe der Zeit zu einer lebendigen Kultur entwickelt – weit mehr als nur Kostüme und Musik. Bis heute sind Bräuche wie das Zampern in der Lausitz, der Schifferkarneval an der Elbe oder die Skifaschingstraditionen im Erzgebirge lebendig.

Der Antrag geht nun in die bundesweite Prüfung. Eine Anerkennung würde den ostdeutschen Karneval 2024, 2025 und 2026 offiziell als einzigartiges kulturelles Erbe würdigen. Für die beteiligten Vereine wäre dies zudem ein wichtiger Schritt, um ihre Traditionen sichtbarer zu machen und besser zu schützen.