Bosbüll erweitert die grüne Energie: Wasserstoffheizung für die Hälfte der Stadt bis 2026
Admin UserBosbüll erweitert die grüne Energie: Wasserstoffheizung für die Hälfte der Stadt bis 2026
Bosbüll erweitert seine grünen Energieprojekte. Zwei Elektrolyseure werden künftig Wasserstoff aus Wind- und Solarstrom erzeugen und die dabei entstehende Prozesswärme ins Fernwärmenetz einspeisen. Damit sollen bis zur Heizsaison 2025/26 die Hälfte der Haushalte in Bosbüll mit Wärme versorgt werden. Die Bauarbeiten beginnen bereits in diesem Herbst. Das Vorhaben, das von Ministerpräsident Daniel Günther gelobt wird, ist eine Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Niebüll, einer lokalen Energiegenossenschaft und der Bosbüll Energie GmbH. Ziel ist es, die Hälfte der Bosbüller Haushalte an das Fernwärmenetz anzuschließen, das bereits heute mit Power-to-Heat-Technologie und Abwärme aus der Wasserstoffproduktion betrieben wird. Für die Erweiterung kommen zwei Elektrolyseure zum Einsatz, die grünen Wasserstoff erzeugen. Dieser soll anschließend an zwei eFarm-Wasserstofftankstellen in Niebüll und Husum Fahrzeuge betanken. Zudem werden eine 40-Kilowatt-Wärmepumpe und ein Heizstab überschüssigen Wind- und Solarstrom in Wärme umwandeln. Ein Pufferspeicher sorgt für einen durchgehenden Betrieb. Die Solar- und Windparks in Bosbüll sowie die Wasserstoffproduktion unterstützen das Projekt – der erzeugte Wasserstoff treibt unter anderem Brennstoffzellenbusse im Öffentlichen Nahverkehr Nordfrieslands an. Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität. Bürgermeister Ingo Böhm, der zugleich Geschäftsführer der Bosbüll Energie GmbH ist, verweist auf die hohe Nachfrage der Bürger nach einer nachhaltigen Wärmeversorgung. Mit dem Spatenstich am 28. August und dem Baubeginn im Herbst soll die Wärmeversorgung der Haushalte rechtzeitig zur Heizperiode 2025/26 anlaufen.