20 March 2026, 16:06

Boris Palmer bleibt Tübinger Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Ministerkarriere

Plakat bewirbt Bergbahn, Deutschland als elektrisches Stadt, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und beschreibenden Text.

Warum Bürgermeister Palmer einige seiner Aussagen bereut - Boris Palmer bleibt Tübinger Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Ministerkarriere

Boris Palmer, der langjährige Oberbürgermeister Tübingens, hat bestätigt, dass er in seinem Amt bleibt und keine Ministerkarriere anstrebt. Damit endet eine monatelange Spekulation über seine politische Zukunft. Bekannt für seine scharfe Zunge, sorgte Palmer immer wieder mit provokanten Äußerungen für Schlagzeilen – doch bereut habe er nichts, betont er.

Erstmals geriet Palmer 2007 wegen kontroverser Aussagen zur Flüchtlingspolitik in die Kritik. Seither haben seine polarisierenden Statements – darunter auch seine Rechtfertigung der Verwendung des N-Worts – ihm zwar den Parteiausschluss bei den Grünen eingebracht, seinen Bekanntheitsgrad aber gesteigert. Trotz aller Rückschläge behauptet er, noch nie wirklich eines seiner Worte bereut zu haben.

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2021 verließ er die Grünen und ist seitdem parteilos. Zwar pflegt er weiterhin Kontakte zum "Realos"-Flügel der Partei, einer neuen Gruppierung hat er sich jedoch nicht angeschlossen. Noch in diesem Jahr unterstützte er Cem Özdemirs Wahlkampf in Baden-Württemberg, lehnte im März 2026 aber einen Kabinettsposten ab, um weiter Tübinger Oberbürgermeister zu bleiben.

Zwar räumt Palmer ein, gelegentlich Entschuldigungen auszusprechen, doch beschreibt er diese als taktische Schritte zur Schadensbegrenzung – nicht als echte Reue. Er kritisiert eine "Kultur der öffentlichen Bloßstellung", die Menschen zu Entschuldigungen zwinge. In letzter Zeit hat er seinen Ton zwar etwas gemildert, an seinen umstrittenen Positionen hält er aber fest.

Mit der Entscheidung, im Amt zu bleiben, sichert sich Palmer eine Position, die er seit 2007 innehat. Sein unbeirrter Standpunkt zu früheren Aussagen wird seinen Ruf als polarisierende Figur weiter festigen. Vorerst bleibt sein Fokus auf Tübingen – und nicht auf höhere politische Ämter.

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