Berufsbildende Schulen in Schleswig-Holstein erleben Personalumbrüche
Admin UserSPD: Landesregierung macht das Leben der berufsbildenden Schulen schwer - Berufsbildende Schulen in Schleswig-Holstein erleben Personalumbrüche
Personalsituation an Berufsschulen in Schleswig-Holstein: Umbruch mit Folgen Die Einstellungspraxis an Berufsschulen in Schleswig-Holstein hat sich deutlich verändert: Landesweit wurden 3.891 feste Lehrstellen ausgewiesen – überwiegend jedoch nur befristet. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, wo Auszubildende aus Flensburg mittlerweile für ihre Ausbildung zum Bauwerker nach Holstein Kiel pendeln müssen. Für das Schuljahr 2025/26 wurde das übliche Verfahren zur Vergabe von Festanstellungen ausgesetzt. Stattdessen erhalten die Berufsschulen nun "Einstellungskorridore", um ihren Personalbedarf selbst zu steuern. Das Bildungsministerium rechtfertigt diesen Schritt damit, die Personaldecke an die Schülerzahlen anzupassen und den Rückgang in bestimmten Ausbildungsgängen auszugleichen. Doch die schwarz-grüne Landesregierung sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, den Berufsschulen das Leben schwer zu machen. Die SPD wirft der Regierung vor, die Einrichtungen durch Maßnahmen wie den Abbau regionaler Programme und die Zentralisierung von Ausbildungsstandorten systematisch zu schwächen. Die Folge: Viele frisch ausgebildete Berufsschullehrer verlassen das Land – ein fatales Signal für künftige Absolventen. Wie viele Lehrkräfte im Schuljahr 2025/26 tatsächlich fest angestellt sein werden, bleibt vorerst unklar. Die Auswirkungen der Einstellungskorridore und weiterer Reformen auf die Zukunft der beruflichen Bildung in Schleswig-Holstein bleiben damit weiter umstritten – und sorgen für Besorgnis.