12 November 2025, 02:05

Berlin plant neues Wohnviertel für ukrainische Zuwander:innen auf Tegel-Gelände

Ein Bus fährt auf einer Straße mit Gebäuden auf beiden Seiten, jedes mit Glasfenstern. Straßenlaternen sind entlang der Straße positioniert und auf der linken Seite ist eine Brücke zu sehen.

Berlin plant neues Wohnviertel für ukrainische Zuwander:innen auf Tegel-Gelände

Berlin bereitet sich auf die Zukunft seiner ukrainischen Bewohner:innen vor und geht gleichzeitig die Wohnungsnot in der Stadt an. Anfang 2025 leben rund 54.000 Ukrainer:innen mit vorübergehendem Aufenthaltsstatus in der Hauptstadt. Die Stadt baut ihre Flüchtlingsunterkünfte um und plant neuen Wohnraum, um der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden.

Die zentrale Notunterkunft in Tegel, in der derzeit etwa 1.500 Ukrainer:innen untergebracht sind, soll bis Mitte 2026 geschlossen werden. Sie wird in ein reguläres Kurzzeitaufnahmezentrum umgewandelt. Parallel setzt Berlin auf die Bereitstellung kleiner Wohnungen in verschiedenen Stadtteilen statt auf provisorische Sammelunterkünfte für Geflüchtete.

Darüber hinaus plant die Stadt den Bau von Wohnraum für weitere 8.600 Asylsuchende und Ukrainer:innen. Dazu gehört auch ein großes Bauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel. Das neue Wohnviertel soll Platz für über 10.000 Menschen bieten und wichtige Infrastruktur wie Schulen, Kitas und Sporteinrichtungen umfassen.

Ukrainer:innen, die in Berlin ankommen, erhalten vorübergehende Aufenthaltserlaubnisse. Diese können mehrmals verlängert werden und berechtigen die Inhaber:innen zur Arbeitsaufnahme sowie zum Bezug sozialer Leistungen. Diese Regelung hat maßgeblich zum Wachstum der ukrainischen Gemeinschaft in der Stadt beigetragen.

Berlins Wohnungsmangel – geschätzt werden rund 100.000 fehlende Wohnungen – bleibt eine drängende Herausforderung. Die Entwicklung des neuen Wohnviertels auf dem ehemaligen Flughafenareal Tegel, dessen Kosten auf etwa acht Milliarden Euro veranschlagt werden, ist ein wichtiger Schritt, um diesem Mangel entgegenzuwirken und langfristige Wohnlösungen für ukrainische Zuwander:innen sowie andere Neuberliner:innen zu schaffen.