01 January 2026, 18:56

Berlin führt bei Geschlechtsänderungen – neue Trends nach dem Selbstbestimmungsgesetz

Eine Gruppe von Männern und Frauen steht mit verschiedenen Flaggen.

Berlin führt bei Geschlechtsänderungen – neue Trends nach dem Selbstbestimmungsgesetz

In Deutschlands größten Städten ist seit 2024 ein Anstieg der rechtlichen Geschlechtsänderungen zu verzeichnen. Neue Daten zeigen, dass Berlin mit der höchsten Zahl an Anpassungen führend ist, während sich gleichzeitig eine Verschiebung der Transitionstrends abzeichnet. Mittlerweile geben mehr Menschen eine Änderung von weiblich zu männlich an als umgekehrt.

Berlin verzeichnete insgesamt 2.747 Geschlechtsänderungen – mehr als jede andere deutsche Stadt. Davon wechselten 1.062 Personen zwischen männlich und weiblich. Weitere 354 ließen ihren Eintrag auf ‘divers’ ändern, und 381 strichen ihre Geschlechtsangabe vollständig.

Es folgten Hamburg mit 972 Änderungen, Köln mit 735, München mit 597, Frankfurt mit 448 und Leipzig mit 388. Diese Zahlen spiegeln einen übergreifenden Trend in den großen Ballungsräumen wider. Bundesweit haben seit 2024 mehr Frauen (1.522) ihren Geschlechtseintrag rechtlich von weiblich auf männlich ändern lassen als Männer (1.270) von männlich auf weiblich. Der Anstieg fällt mit dem Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes zusammen, das die Änderung des Geschlechtseintrags vereinfacht. Behördenvertreter betonen, dass das Gesetz die administrativen Schritte für Betroffene deutlich erleichtert habe.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen Berlins Vorreiterrolle bei der Anpassung von Geschlechtseinträgen. Durch die vereinfachten Verfahren im Rahmen des neuen Gesetzes passen immer mehr Menschen ihren rechtlichen Status an. Gleichzeitig wird eine klare Veränderung der Transitionstrends in Deutschlands größten Städten sichtbar.