Bayerns Wirtschaft kämpft mit zweitem BIP-Rückgang in Folge – doch Reformen fehlen

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Ein Mercedes-Auto im Vordergrund mit einem Himmel im Hintergrund.

Wirtschaftsausblick: Schwaches Wachstum der bayerischen Wirtschaft im Jahr 2026 - Bayerns Wirtschaft kämpft mit zweitem BIP-Rückgang in Folge – doch Reformen fehlen

Bayerns Wirtschaft steht vor einem weiteren schwierigen Jahr – Prognosen sagen zweiten Rückgang des BIP in Folge voraus

Nach einem Rückgang um 1 Prozent im Jahr 2024 wird die Wirtschaftsleistung der Region 2025 erneut schrumpfen. Unternehmensvertreter warnen, dass langjährige strukturelle Probleme das Wachstum bremsen und keine Anzeichen für eine baldige Erholung erkennbar sind.

Hohe Kosten und bürokratische Hürden belasten die bayerische Wirtschaft weiterhin schwer. Explodierende Energiepreise, steigende Lohnkosten, hohe Steuern und übermäßige Regulierung dämpfen seit Jahren die Konjunktur. Der Verein der Bayerischen Wirtschaft (vbw) rechnet nun erst für 2027 mit einem bescheidenen Wachstum von 0,7 Prozent – von einem kräftigen Aufschwung ist die Region weit entfernt.

Die Bundesregierung hat zwar Milliardenhilfen über einen Sonderfonds für Infrastruktur zugesagt. Bayern erhält 1,5 Milliarden Euro für Schulen, Kitas und Hochschulen sowie 2 Milliarden Euro für kommunale Projekte. Weitere Mittel fließen in Landesstraßen, Krankenhäuser, Hochwasserschutz und die Ausstattung der Polizei, wobei 60 bis 70 Prozent an die Kommunen gehen. Zu den Maßnahmen zählen auch die vollständige Rückerstattung der Agrardiesel-Steuer ab 2026 zur Entlastung der Landwirte, 710 Millionen Euro für Bundesstraßen und 3,6 Milliarden Euro für den Ausbau der Autobahnen in Bayern und darüber hinaus. Steuersenkungen wie 30-prozentige Abschreibungsmöglichkeiten und niedrigere Energiekosten sollen zusätzlich greifen. Investitionen in Digitalisierung, Wohnungsbau und Sicherheit sollen den Druck auf die Wirtschaft weiter mindern.

Doch Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbw, bleibt skeptisch. Er sieht keine nachhaltige Besserung in Sicht und fordert mutige Strukturreformen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit Bayerns wiederherzustellen.

Trotz Bundesförderung und Steuererleichterungen bleibt die wirtschaftliche Perspektive Bayerns gedämpft. Das Wachstum bleibt schwach, und zentrale Branchen kämpfen weiterhin mit hohen Kosten und Ineffizienzen. Ohne tiefgreifende Reformen könnten die langfristigen Aussichten der Region unsicher bleiben.

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