Bayerns Schuldenatlas: Zwischen Stabilität in Eichstätt und Not in Hof
Emilia KönigBayern sind am wenigsten überschuldet - Bayerns Schuldenatlas: Zwischen Stabilität in Eichstätt und Not in Hof
Bayern, Deutschlands größtes Bundesland, zeigt ein uneinheitliches Bild der finanziellen Not seiner Bürger:innen. Während die durchschnittliche Überschuldungsquote bei 6,05 Prozent liegt, schneiden einige Städte deutlich besser ab als andere.
Eichstätt führt die Statistik mit der größten finanziellen Stabilität an – hier sind nur 3,66 Prozent der Erwachsenen von langfristigen Schuldenproblemen betroffen. Hof hingegen kämpft mit der höchsten Quote Bayerns: 11,84 Prozent der Bevölkerung sind überschuldet.
Landsberg am Lech und Roth folgen mit den viertniedrigsten (4,31 %) bzw. fünftniedrigsten Werten (4,29 %). Auffällig ist der Landkreis Schweinfurt, der mit 4,16 Prozent die drittniedrigste Quote aufweist, während Erlangen-Höchstadt mit 3,85 Prozent auf Platz zwei liegt.
Die Landeshauptstadt München verzeichnet eine Überschuldungsquote von 7,82 Prozent – leicht über dem bayerischen Durchschnitt. Zum Vergleich: Bremen, Hauptstadt eines anderen Bundeslandes, hat mit 12,11 Prozent die höchste Quote Deutschlands.
Baden-Württemberg folgt Bayern mit der zweitniedrigsten Rate von 6,88 Prozent und bestätigt damit den Trend zu relativer finanzieller Stabilität.
Die Überschuldungszahlen in Bayern unterscheiden sich deutlich von Region zu Region. Während Städte wie Eichstätt und Erlangen-Höchstadt eine beachtliche Stabilität aufweisen, hat Hof mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen. Münchens Quote liegt zwar über dem bayerischen Schnitt, bleibt aber deutlich unter dem Spitzenwert Bremens – der höchsten in ganz Deutschland.