Bayerns Rekord-Hinrunde: 47 Punkte trotz Kölner Protest-Chaos und Neuer-Patzer
Noah WernerGlückloser Neuer entgeht der Kritik: Bayerns bester erster Durchgang - Bayerns Rekord-Hinrunde: 47 Punkte trotz Kölner Protest-Chaos und Neuer-Patzer
FC Bayern München hat einen neuen Vereinsrekord für die beste Hinrunde einer Bundesliga-Saison aufgestellt. Mit 15 Siegen und zwei Unentschieden aus 17 Spielen sammelte das Team 47 Punkte bei einer Torbilanz von +53. Doch der jüngste 3:1-Sieg gegen den 1. FC Köln gestaltete sich alles andere als einfach.
Das Spiel stand von Beginn an im Schatten der Proteste der Kölner Ultra-Fans, die sich mit einem kritischen Transparent und Pyrotechnik gegen ihren eigenen Trainer, Lukas Kwasniok, richteten – was sogar den Anpfiff verzögerte.
Die Partie begann im Chaos, als Kölner Anhänger Bengalos zündeten und das Spiel für fast zehn Minuten unterbrachen. Nach der Fortsetzung hatte Bayern zunächst Schwierigkeiten, die defensiv stabil stehenden Kölner zu knacken. Ein seltener Fehler von Manuel Neuer ermöglichte Linton Maina, Köln in Führung zu bringen – eine ungewöhnlich unsichere Szene der Bayern-Abwehr.
Noch vor der Pause gelang den Münchnern der Ausgleich: Serge Gnabry traf in der Nachspielzeit zum 1:1. Die zweite Halbzeit brachte dann die Wende. Min-jae Kim und Lennart Karl drehten das Spiel mit ihren Toren zum 3:1-Endstand für die Gäste. Abseits des Platzes geriet Kölner Trainer Lukas Kwasniok zunehmend unter Druck. Fans entrollten ein Spott-Transparent mit der Wortschöpfung "Kwasni Yok" und kritisierten seine Personalpolitik, insbesondere den Umgang mit Topscorer Said El Mala.
Trotz der internen Querelen bei Köln festigte Bayern mit dem Sieg seine Tabellenführung. Die Rekord-Hinrunde übertrifft damit die bisherige Bestmarke aus der Saison 2013/14 (47 Punkte, +35 Tore).
Mit dem 3:1 bleibt der FC Bayern München unangefochten an der Spitze der Bundesliga. Die Hinrunde endet mit 15 Siegen und nur zwei Remis. Derweil schwelen die internen Konflikte beim 1. FC Köln weiter – die Fans stellen die Entscheidungen ihres Trainers zunehmend infrage.